Wieder einmal ausstempeln in Argentinien und erneut das Kontrolllprozedere in Chile. Schlafsackrollen röntgen, neugierig ins Auto schauen, die Engel Kühltruhe ist sehr verdächtig.Die Kleider kontrollieren und dieses Mal Motorhaube öffnen.
Nach ½ Std. alles okay und wir fuhren los. Auftanken und siehe da wir trafen Rodolfo und seine Frau mit dem 53 Jahre alten roten Ford. Wir gingen einen Kaffee trinken und plauderten über unsere unterschiedlichen Leben.Fazit wenn wir in Buenos Aires sind sollen wir sie unbedingt besuchen. Klar machen wir gerne. Wir fuhren weiter und am Ende des Dorfes  begann die Schotterpiste. Der See bekommt nun einen neuen Chilenischen Namen  Lago General Carrera .Die Halbe Umrundung beträgt ca. 300 km und das bei diesen Strassenverhältnissen.
Wir wechselten uns ab beim Fahren und kamen nach ca. 100 km in Puerto Guadal an. Die Fahrt entlang des türkisblau bis königsblauen Sees war vom Panorama her einzigartig. Schneebedeckte Berge umrahmten das Ufer. Ca. 3 ½ Std. Fahrzeit. Was ist denn eine Schotterpiste? Spurrillen, Waschbrettartige Wellen, tiefe und weniger Tiefe mit Regen gefüllte Schlaglöcher, Autofederung auf soft stellen, Luft ablassen bei den Pneus und so gut es geht die tiefen Löcher meiden.Das konzentrierte Eiertanzfahren macht schnell müde.

 

Es gibt einen tollen Film und Bericht im You Tube über den See General Carrera:

Stille Wasser sind tief; Der Carrera-See, Patagoniens blaues Wunder Doku(2017)

www.youtube.com

https://youtu.be/zNcGyCxy3A

 

Wir suchten ein Hostal und ein Restaurant um etwas zu essen. Campen bei diesem Wetter nur für hartgesottene.

Wir Warmduscher und Weichschnäbbelers wollten Gesellschaft, Wärme, knisterndes Holzfeuer und der Duft von Asado.Die neuen Lebensgeschichten wurden ausgetauscht.
Das Cafe Restaurant Historico El Vasco mit einer schmucken Holztafel erregte unsere Aufmerksamkeit.
Clementine die Besitzerin sagte, dass sie am Abend offen hätte und koche. Ob sie eine Unterkunft kenne. Ja sicher und schon telefonierte sie ihrer Bekannten die Zimmer vermietete.
Im Hostal Perla del Lago fanden wir bei Tarcilla eine tolles Zimmer für ca.40.-CHF mit Frühstück.

Schotterpiste mit vielen Löchern

Lago General Carrera

 

Clementine Cafe El Vasco

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie erzählte dass Sie 10 Jahre in New York lebte und jetzt wieder zurück sei an dem Ort wo sie vorher lebte und das Haus mit den Gästecabañas betreute. Was für ein Unterschied Millionenstadt und jetzt ein kleines Dorf.
Am Abend gingen wir zu Clementine Abendessen und trafen dort ein Paar aus Stein am Rhein. Sie waren mit einem Mietwagen unterwegs für 4 Wochen.
Am nächsten Tag nahmen wir die Schotterpiste wieder in Angriff, dieses Mal mit Regen.
Alle Schlaglöcher gefüllt mit Wasser das heisst doppelt aufpassen. Rüttel und geschüttel. Genau nach James Bonds Dry Martini geschüttelt und nicht gerührt.

Einziger Vorteil kein Staub!! Endlich nach gefühlten elendiglichen Stunden begleitet von Schneegestöber und Regen erreichten wir Cerro Castillo danach kam für die letzten 60 km Asphaltstrasse. Welch eine sanfte Wohltat.
Müde kamen wir Abends in den Bergen Chiles, in Coyhaique, einer Stadt mit ca. 50 000 Einwohnern an .
Wir fanden eine Unterkunft im Hostal Viento Sur und unser Auto hatte auch ein nasses Plätzchen. Der Regen säuberte unseren Toyolindo.
Am nächsten Morgen schien die Sonne bei 18 Grad, Es herrschte reges Treiben auf den Strassen und dem kleinen Stadtpark.
Wir brachten die Wäsche in die Lavanderia und gingen zum Lädele. Im Outdoorshop fanden wir noch 3 Doite Schuhtaschen und Bänder für die Sicherung der Ladung. (bei diesen Strassenverhältnissen muss alles befestigt sein das haben wir in der Zwischenzeit schmerzlich erfahren).

Anschliessend genossen wir ein asiatisches Mittagessen. Wir schlenderten durch den schön angelegten Park und bewunderten die kleinen Handwerksstände den Artesanales.
Um 18.00 holten wir die saubere Wäsche ab. 2kg saubere fein säuberlich zusammengelegte Wäsche für 4.-CHF.

Nach der nötigen Erfrischung im Hostal  und gutgelaunt knurrten unsere Mägen.Um 20.30 Abendessen ist hier eher früh.

Chilenos essen eher früher als die Argentinos.
Am nächsten Morgen fuhren wir zur Tankstelle und machten einen Motoren Öl und Filterwechsel. Wir haben für 3 x Ölwechsel die Original Toyota Filter mitgenommen.

11 Liter bestes Shell Helix Ultra professional 5W-30 und 165CHF wechselten den Besitzer.Die Arbeit wurde gratis und gewissenhaft ausgeführt. Sie arbeiten gerne an speziellen Autos.

Willy kontrollierte die Dichtigkeit der Nestle Stossdämpfer und alles war bestens.
Den Service lassen wir in Puerto Montt machen dort gibt es eine Toyota Garage.

Gegen 14.00 starteten wir Richtung Chaiten. Strahlender Sonnenschein und eine Landschaft wie im Traum. Erinnerungen  an die Schweiz liessen unsere Augen leuchten. Das feuchte grün dampfte. Die Strasse war asphaltiert bis auf 30 km wo uns nochmals Schotter erwartete. Wir überquerten zig Bäche und Flüsse. Rechts und links erhoben sich die Berge mit Schneebedeckten Gipfeln. Nach ca. 200 km kamen wir nach Puyuhuapi wo wir übernachteten.
Am nächsten Morgen erwartete uns ein grauer Himmel. Es regnete fast die ganze Strecke nach Chaiten. Wir waren froh dass wir einen Tag zuvor einen Bonus Traumwetter Tag hatten. Denn die Berge waren nun hinter den Wolken versteckt.
In Chaiten fanden wir eine urige günstige (mit Frühstück CHF30.-)Unterkunft mit Gemeinschaftsbad.

Ein Auto mit Kabine und Schweizer Nummernschild stand vor der Tür. Am Tisch im Restaurant sassen Hans und Martha aus Appenzell. Wir gesellten uns zu Ihnen und sprachen über unsere Reisen.

Ein Abend mit unglaublichen Lebensgeschichten viel Wein und Bier machen das Reiseleben lebenswert. Isabelle näherte sich langsam zu Ihrer Höchstform.Sie übersetzte in Holländisch Spanisch Deutsch.

Don Guijote s Besitzer wurde zu Bellas offenen warmherzigen Liebling.

Nach einer Nacht mit knarrenden Böden und vielbesuchtem Etagen Klo gings am nächsten Tag auf die Fähre Richtung Insel Chiloe.
Um 7.00 aufstehen, 7.30 Frühstück. Unser Hostalchef völlig verschlafen serviert uns einen Kaffee und hatte noch Brot vom Vortag. Er meinte wir müssen doch nicht stressen, es reiche 10 Minuten vor Abfahrt des Schiffes dort zu sein.
Doch wie wir Büenzli Schweizer, gehorchten dem Fräulein vom Reisebüro. Um 8.10 waren wir am Hafen.
Wir warteten geduldig und amüsierten uns über einen alten MACK Lastwagen der Zuviel Ware geladen hatte. Er konnte die steile Rampe vom Schiff  Hügelaufwärts nicht bewältigen und stehenblieb. 5 Männer standen herum und diskutierten am Ende kam ein anderer Lastwagen mit mehr Motorenkraft und schleppten den ersten ab.

Fähre Chaiten – Chiloe

Vulkan Corcovado

Ankunft in Chiloe

Pünktlich um 10.00 gings los und eine gemütliche Schifffahrt stand uns bevor. Die Wolken wurden immer weniger und die Sonne schien. Um 14.00 erreichten wir die Insel Chiloe. Wir fuhren nach Castro der Hauptort der Insel und suchten uns ein nettes Hostal. Im Don Camillo wurden wir fündig, grosser Parkplatz gutes Wifi und vor allem sehr günstig. Chiloe sei viel günstiger als das Festland hiess es.
Am Abend gingen wir asiatisch essen weil wir nur so zu unserer Portion Gemüse kommen. Im Stadtpark mit Tänzerischer Folkloregruppe genossen wir eine fantastische Glace. Am nächsten Tag   war Sonntag.Mit spazieren und etwas Lädele, Fötele verlebten wir diesen eher ruhigen Tag. Das grossen Shoppingcenter war geöffnet und so konnten wir etwas neues erleben Chilenisches Sonntagsshopping. Das besteht aus viel Fastfood noch mehr Süssigkeiten und Familiäre Nähe.

Innenansicht Kirche in Castro

 

Massage

Abendsonne auf die Kirche in Castro

typische Stelzenhäuser auf Chiloe

Knoblauchzehen

Kartoffeln

dufter Junge

   

Am nächsten Tag fuhren wir los nach Norden und setzten über nach Puerto Montt.

 

Auf Chiloe reservierte ich bereits ein Hotelzimmer für Puerto Montt inmitten der Stadt mit Parkplatz. Als erstes fuhren wir zur Toyota Garage um einen Service Termin abzumachen. Alles bestens Dienstag um 9.30 können wir kommen.
Anschliessend begaben wir uns zum Hotel und bezogen das Zimmer.
Zentrumsnah gelegen, super. Nur 3 Quadras und wir waren am Meer. Wir genossen das rege Treiben die warme Sonne.In einer grossen Stadt ca. 171000 EW. ist mehr los. Auch die Auswahl von Restaurants aller Art ist super. So genossen wir am Abend ein feines chinesisches Essen zur Abwechslung.
Dienstagmorgen pünktlich wie eine Schweizer Uhr waren wir in der Toyota Garage. Am Abend vorher stellte ich noch eine Liste zusammen mit allen wichtigen spanischen Wörtern was den Autoservice anging. So durften wir 2 ½ Std. warten bis alles gemacht war. Wir fuhren los doch halt da war doch ein schepperndes Geräusch. Zurück zur Garage und der Garagist fuhr mit und hörte es auch. Wir sollten das Auto dort lassen, Sie werden nach dem Mittagessen schauen wo es scheppert.

 


Um 16.30 waren wir wieder dort und er zeigte uns was es war. Wir verlangten dass  die Räder parallel  getauscht werden müssen. Vorne nach hinten und umgekehrt. So streifte  das ursprüngliche Auswuchtungs Gewicht an der Bremsscheibe.

Gewicht tauschen neue Probefahrt alles OK

Wir entschieden noch eine Nacht länger in Puerto Montt zu bleiben um am nächsten Tag  den berühmten Fischmarkt zu besuchen. Gegen 10.00 liefen wir die 3,5 km entlang der Promenade bis zum Mercado Artesanal und Fischmarkt Angelmo. Wir bestaunten das vielfältige Angebot. Es gab frische Cevice und Muscheln und Viecher die wir noch nie gesehen hatten.

Unten im Wasser lauerten schon die Seelöwen auf Fischabfälle und am Plätzchen spielten Musiker Panflötenmusik. Touristen, Einheimische alle genossen das Treiben. Wir setzen uns aufs Bänkchen und genossen und Fotografierten das rege Treiben. Ein Händler gesellte sich zu uns und Bella wendete ihre sprachlichen Fähigkeiten an. Er erzählte viel über den Markt und seine diversen Produkte. Er empfahl uns ein kleines Marktrestaurant im 1. Stock. La Roca. Wir assen Krabben mit Salat und Willy probierte eine Fischsuppe. (war nicht zu vergleichen mit einer Marseiller Bouillabaisse).

 

Anschliessend spazierten wir zurück in die Stadt. An der Plaza spielte ein Orchester verschiedene alte Melodien. Im Club Alemann assen wir Bratwurst mit Bratkartoffeln und Willy Gulasch mit Spätzle. Mmmmhhhhhh fein.

Anfang der Carretera Austral 1350 km

Am Donnerstag fuhren wir Richtung Ensenada und wollten die Wasserfälle von Petrohue besichtigen. Doch oh je so viele Autos und Cars. Nein das machen wir nicht weiter geht’s. Nach 12 km kam die Abfahrt Richtung Vulkan Osorno. Rauf gings die steile Bergstrasse. Oben erwartete uns ein tolles Panorama. Auch Hans und Marta aus dem Appenzellischen waren dort. Wir entschieden die Nacht dort oben zu verbringen. Ich kochte Hörnli mit Tomatensauce und eine Flasche Wein dazu. Ein toller Sonnenuntergang und dann begann die Nacht mit zig Millionen leuchtenden Sternen.
Am morgen fühlten wir uns wie zu Hause in den Bergen. Ein Nebelmeer im Tal und oben strahlend blauer Himmel.

 

Vulkan Osorno

Schlafen auf dem PP 1270 m.ü.M.

 

 

 

 

Martha und Ysa

Pistenbulli

Früh gegen 9.30 gings talwärts.  Wir entschieden nochmals zu den Wasserfällen von Petrohue zu fahren. Diesmal klappte es super. Fast keine Leute. Willy und ich gingen als Einheimische Rentner rein (meine spanisch Kenntnisse müssen wohl gut sein). Über gut angelegte Wege und Stege liefen wir durch den Wald zu den Wasserfällen. Es erinnerte uns an den Rheinfall in Neuhausen.

Dann gings weiter Richtung Entre Lagos auf dem Weg nach Argentinien. Um die Mittagszeit kamen wir in Entre Lagos an.Mein Magen knurrte also mussten ich was hinter die Kiemen kippen. Am See unten war viel los einige Marktstände und Grillstände in Betrieb und mit halben Schafen belegt. Wir wollten wissen was es denn heute zu feiern gibt? Das Fest der Corderos. 3 Tage lang feiern die umliegenden Schafbauern zusammen.An den Ständen verkaufen sie einheimische Produkte. Mit Herzschmerz Musik zu  patriotischen Liedern wurde gesungen und getanzt. Der Camping Platz war nur eine relative flache Wiese mit Plumsklo und zeitlich limitiertes warmes Wasser. Alles ohne Wi -Fi. für ca CHF10.-.

Wir mussten dem netten alten Herrn leider absagen.

Unsere 4 Übernachtungs Regeln gehen immer vor und sind unumstösslich bindend.

1.Sicherheit für uns zwei.Erstelltes Notfallszenario:WAS MACHEN WIR WENN WAS WIE ABGEHT IN DER NACHT.

2.Sicherheit für unser Toyolindo: Möglichst in einen bewachten Hinterhof.

3. Sicheres schnelles stabiles Wi-Fi :Damit wir unsere Daten wie Fotos in die Wolken schicken usw.sichern können. Am Reise Blog weiter arbeiten. Die Reisezukunft grob planen.

4.akzeptabler Preis

Kurzum wir blieben 1 lange Nacht dort und tauchten ein in ein eher ländliches aber Festliches Leben.

Wir wurden nicht als Fremde aufgenommen sondern als interessante Neulinge die man als Info Quelle nutzen konnte. Die Käseherstellerin war erstaunt dass wir in der CH so viele verschiedene Käsesorten haben. Scheu fragte sie ob denn auch alles verkauft wird.

Sie kann sich nur schwer vorstellen, dass es über sicher 100 verschiedene Käsesorten und genau so viele Kunden und Geschmäcker gibt in Europa

Im Hostal Entre Lagos fanden wir ein tolles Zimmer mit Balkon und Seesicht.

Im Haus waren auch noch 3 Italiener die in Entre Lagos arbeiteten für die Energieversorgung. Zusammen assen wir Abendessen und hatten es recht lustig. Ysa meine sprachlicher Brückenbauerin switchte zwischen italienisch und deutsch spanisch virtuos hin und her. Das Essen in Chile ist nicht zu vergleichen mit der italienischen Küche. Da waren wir uns alle schnell einig aber  es fehlt die Kreativität und die Vielfältigkeit

Cordero


Am nächsten morgen gings Richtung Argentinien. Raus aus Chile und dann 17 km Fahrt über den Pass im Niemandsland nach Argentinien. Und oha lätz jetzt wurden wir auch kontrolliert von den Argentiniern. 2 Gurken, 2 Zwiebel und eine Zucchetti wurden mir weggenommen. Schöner Mist. Nach ¾ Std. warten auf alle Papiere fuhren wir los Richtung Villa la Angostura.

Im nächsten Supermercado nach der Grenze kauften wir wieder ein. Weiter gings nach Bariloche der Schweiz Argentiniens. Auf dem Campingplatz Cirse Villa Maiten trafen wir wieder Hans und Martha.

Der Campingplatz lag direkt am See mit Aussicht in die Berge. Leider war das Wasser für uns zu kalt zum Baden ca. 16 Grad. Doch wir genossen die Sonne und vor allem hatte es kein Wind.

Am Abend fuhren wir gemeinsam mit dem Taxi nach Bariloche um Abend zu essen. Hans wusste ein tolles Fleisch Restaurant El Boliche de Alberto das aber erst um 20.00 öffnete.

So schlenderten wir gemütlich durch die Fussgängerzone und genossen einen Pisco Sour und schauten einem Pärchen zu die super toll Tango tanzten.

Camping Cirse Villa Maiten, Bariloche

 

 

 

 

 

Um 19.50 waren Willy und ich beim Restaurant und sahen eine Riesenschlange wartender Gäste. Ohje!! Ich stand an und hörte an der Sprache dass eine Gruppe aus Israel anstand. Deren Tourguide kam und sagte, dass Sie in einem anderen Restaurant reserviert hätten und siehe da ich war fast ganz vorne. Schnell trat ich zur Tür und sagte dass unsere Freunde sicher schon drin wären.Dem war aber nicht so. Ich ergatterte mir einen 4er Tisch und lief zu Willy raus dass er reinkommen sollte. Martha und Hans trafen zeitgleich ein. Wir hatten Glück, denn im Nu war alles voll.

Ein Tisch im Alberto wird pro Nacht bis zu 4x verkauft. So gross ist die Beliebtheit für dieses Lokal.
Wir genossen ein fantastisches Bife de Lomo Fleisch mit Beilagen, natürlich mit einen feinen Malbec.  Ein richtiges Schlemmerleben. Als wir gegen 22.30 das Lokal verliessen warteten immer noch 20 Gäste draussen. In Argentinien und Chile hat man Geduld  und isst spät.

kleiner Grill

reicht für 2 Personen

Eisfeld in Bariloche im süssesten Rest. RapaNui

 
Am nächsten Morgen fuhren Willy und ich wieder mit dem Taxi in die Stadt. Wir fuhren mit der Seilbahn hoch zum Cerro Otto auf 1400 m mit einem fantastischen Ausblick auf die Stadt und die umliegenden Berge und Seen. Im Drehrestaurant genossen wir einen Apero. Wieder runter vom Berg riefen wir unseren Taxifahrer der uns wieder an der Talstation abholte.

 

Wieder lockte uns das Fleisch ins Restaurant El Boliche de Alberto, aber diesmal liessen wir uns mit Pasta verwöhnen. Es gibt deren 2 in Bariloche eines spezialisiert mit Fleisch und das zweite serviert nur Pasta. Wir liessen es uns schmecken. Es war gut doch das Fleischlokal war besser.
Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von Hans und Martha. Willy und ich fuhren nochmals in die Stadt um die letzten Kleinigkeiten zu kaufen.
Gegen Mittag entschieden wir nochmals zum El Boliche de Alberto ein leckeres Fleisch zu essen bevor wir weiterfuhren. Um 12.00 öffnete das Lokal. Ein paar Leute warteten bereits. Willy half noch einer netten Dame draussen die die Blumen fotografierte. Er unterhielt sich mit ihr und sie sagte dass sie in Eile sei da se um 12.45 abgeholt werde. Wir sagten ihr dass sie doch bei uns sitzen könne. Sie sagte sie hätte Geburtstag und es sei toll, dass sie nicht alleine essen müsse. Ihr Hobby war Blumen in den Städten zu fotografieren. Sie sei aus Sao Paolo und fliege jetzt dann wieder nach Hause.

Angela Bossi aus Sao Paolo www.natureintwolanguages.com

Nachdem wir unser Fleisch genossen hatten spürte ich noch etwas zwischen meinen Zähnen. Ich (nicht sehr damenhaft) grübelte mit dem Fingernagel Uii was war das? Ein grösseres Stück Zahn hatte ich zwischen den Fingern. Sehr unangenehm jetzt mit der Zunge noch das Loch fühlen hmmmmmm.
Willy sagte geh frag die Chefin des Restaurants ob sie einen Zahnarzt wüsste. Ich ging zu ihr und fragte Sie. Ja sie kenne einen sehr netten Zahnarzt Dr. Luis Daniel Olivera der seine Praxis gleich 2 Quadras weiter unten hätte. Ich bedankte mich sehr und wir machten uns auf den Weg.
Die Arztsekretärin empfing uns und ich schilderte ihr mein Problem. Kurzum fragte sie den Zahnarzt und der sagte ich könne warten. Super Willy war so klug und sagte ich solle das herausgebrochene Stück Zahn mitnehmen. Nach ca. ¾ Std. ellenlang gefühlter Wartezeit kam mich ein lächelnder Zahnarzt holen. Ich durfte in einer sehr modern eingerichter Praxis Platz nehmen. Er sprach fliessend englisch. Ich zeigte ihm meinen herausgebrochenes Stück Zahn und er meinte das wäre ja super er könne dieses Teil  wieder verwenden.
Liebevoll betäubte er meinen Mund und so spürte ich rein gar nichts von der Behandlung. Nach ca. 1 ½ Std. war alles vorbei. Ich gab ihm unsere Blog Visitenkarte Karte und er öffnete sofort unsere Webseite und bewunderte die Bilder. Wir verabschiedeten uns als wären wir alte Freunde.

 

rausgefallener Zahnteil


Ja aufregender Nachmittag. Mit meinem noch leicht betäubten Mund suchten wir ein Hotel, denn ich wollte nicht weiter fahren. Man weiss ja nie was noch kommt oder ob ich nochmals hin muss. Wir liefen noch etwas durch die Stadt und plötzlich sagte Willy, hei Bella schau den kennen wir doch!! Hihi wer sass denn da und ass genussvoll eine Crepe? Klar es war Harry der verliebte BMW Fahrer. Wir tranken zusammen einen Kaffee und er sagte dass er nach Villa Angosturia fahre. Wir erzählten ihm von meinem Zahnarztbesuch und dass wir noch eine Nacht hier blieben. Wir hätten im Viejo Molino ein Zimmer gebucht. Unsere Wege trennten sich wieder. Harry weiter  nördlich und wir zu unserem Hotel.
Mein Zahn war okay nur sehr kälteempfindlich, dies ist aber normal gemäss Zahnarzt. Wir fuhren Richtung Villa Angosturia um dann die berühmte Strasse der 7 Seen zu fahren Richtung San Martin de los Andes und weiter nach Junin de los Andes.
Auf dem Weg zu den 7 Seen sahen wir kurz Harry. Er winkte ich hupte und bye bye.
Strahlend blauer Himmel, satte grüne Farben der Wälder und türkisfarbene Seen verwöhnten unsere Augen. Wir genossen die Fahrt durch die Täler entlang der klaren Flüssen und den  silberblaue spiegelnden Seen.

Gegen späteren Nachmittag erreichten wir Junin de los Andes, das bekannte Dorf am Chimehuin Fluss. Es ist das Fischerdorf. Wir installierten uns auf dem Camping de la Isla und Willy holte seine Fly Fishing Angel heraus.
Wir liefen zum Fluss und Willy konnte nach langer Zeit wieder einmal fischen. Zurück beim Camping sahen wir Hans und Martha kommen. Freudiges Wiedersehen. Wir genossen ein Bier und erzählten von unseren und ihren Abenteuern.
Hans angesteckt von Willy nahm am nächsten Tag auch seine Rute heraus und gemeinsam gingen die Herren Fischen. Stundenlang standen sie  im kühlen klaren Wasser und übten sich in den verschiedenen Fly Fishing Wurf Techniken.
Am Abend tauchte plötzlich ein uns bekanntes Auto auf. Wau Marcos und Helena Casagrande mit Ihrem alten Bandeirante Toyota ein in Brasilien in Lizenz gebauten Toyota (1958-2001) ein Landcruiser J4

 

Wir hatten die beiden in Uruguay kennengelernt und über Whatsup waren wir in Kontakt. Welch eine Freude. Wir genossen eine Flasche Wein und erzählten was wir so alles erlebt hatten. Sie hätten noch 3 Wochen Ferien und genossen die Kühle von Argentiniens Süden. Bei ihnen in Brasilien sei es schwülheiss.

Marcos y Helena und Guille

Hans und Martha

 

 

Chimehuyn Fluss

gesicherter Salami im Supermercado

 

Profifischer und Willy

 

Am nächsten Tag verliessen uns die beiden Richtung San Martin und wir ins Dorf Abendessen und um uns den Carnevalumzug anzuschauen. Viel Musik einige Stände und schon kamen sie die Dorfschönheiten. Tanzend, lachend wirbelten sie in leichter Kleidung umher.
Den Carneval feiern sie hier früher, weil die Temperatur im März abends zu kühl sei um leicht angezogen zu tanzen.

Am andern Morgen ging Willy in aller Frühe fischen, er hat sich mit einem Profi verabredet. So genoss ich einen gemütlichen morgen. Hans und Marta fuhren auch weiter und wir wollten nicht am Sonntag über die Grenze. Am Abend gingen Willy und ich nochmals ins Dorf zum essen und den Carneval nochmals zu geniessen. Plötzlich sah Willy unseren Russisch Kanadischen Freunde Sergej und Tanja. Wir tranken einen Wein und verabredeten uns für den nächsten Tag. Sergej erklärte Willy wie er die DJI Drohne handhaben soll. Ich nadelte derweil Cornelia eine Bekannte von Sergej und Tanja die an Ischialgie litt. Ihr Mann Tom und sie sind für 1 Jahr auf Weltreise. Zurzeit kurven sie mit einem gemieteten Camper (12000.-Dollar 3 Monate) durch Argentinien und Chile. Am Abend gingen wir zu sechst fein essen. Auf ein baldiges Wiedersehen.
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg Richtung Nationalpark Lanin. Stolz stand auch der gleichnamige Vulkan da. Wir fuhren zum windigen Lago Tromen und wollten da übernachten, doch ein Polizist erklärte uns dass dies verboten sei. So entschieden wir uns kurzerhand um und fuhren die 4 km zur chilenischen Grenze.

Lago Tromen

 

 

 

Das ganze Grenzprozedere ging schnell und wir fuhren Richtung Pucon. Wir wollten in der Mapuchestadt Curarrehue abendessen und dann dort übernachten. Doch nur ein etwas trostloses Dorf und ein paar Fastfood Restaurants waren da. Nein dies passte uns doch nicht.

Schon 20.30 Uhr. Wir beide schon ziemlich hässig. SCHORSCH unser Stoffiger Blitzableiter wurde mit unschönen harten worten bombardiert.

Pucon liegt 37 km weiter am See. Klar es war noch hell aber nicht mehr sehr lange. Wir wollten nicht im dunkeln fahren!!!!

NACHTFAHRTEN SIND FÜR UNS EIN ABSOLUTES NO GO

Klar Regeln sind da um gebrochen zu werden.

Es vielen unschöne worte und es wurde dunkler. Als uns die  weniger schmeichelhaften Worte sprachlich ausgingen wurde schweigend aber konzentriert weitergefahren. Lady Vulkan hatte Hunger und de GUSCHTI war an allem Schuld.

Zum Glück hatten wir unseren Stoffigen  Schorsch unsere Dritte Person im Auto.Ich sprach ab und zu mit unserem gemeinsamen Freund Schorsch über die letzten Stunden. Er hörte mir wenigsten zu sagte aber kein Wort. Alles was mir nicht passte konnte ich so los werden, und es wurde leichter in meinem Gemüht.

Lady Vulkan schwieg was der Situation nur gut tat.

Eine 40 jährige Beziehung muss das aushalten können. Es geht ja nicht um Leben oder Tod.

Um 21.30 waren wir dort und fanden ein Hostal das noch im Preis lag. Dann rein ins Restaurant nebenan. Wir genossen ein hervorragend gekochtes kreatives Mahl.

Das Essen dämpfte unseren Gemüter wir wurden wieder sanfter und mit einem Kuss wurde der heutige Tag friedlich verabschiedet.

Die wichtigsten Worte in einer Beziehung sind nicht ICH LIEBE DICH sondern ICH BIN SCHULD

Schorsch hörte schon lange nicht mehr zu weil er zu müde war. Ein stoffiges schnarchen war aber dennoch zu hören.

Am nächsten Tag begutachteten wir das von Touristen gefüllte Dorf und gingen zum rekognoszieren des Campingplatzes. Er war am See gut gelegen aber kein Schatten nur Sand und Dreck die Hygienischen Anlagen waren in einem Container untergebracht. Relativ sauber aber bei 30 grad ohne Schatten ist es auch nicht so toll draussen zu sein.
So blieben wir in unserem Hostal noch für 2 Nächte. Am anderen Tag wollte Willy fischen gehen. Wir organisierten einen Führer der uns um 16.00 abholte. Mit dem Schiff gings den Fluss hinunter und Willy lernte wie man vom Boot aus Fly Fishing betreibt.
Paul unser Führer sprach sehr gut deutsch. Er war sehr geduldig und zeigte mir wie ich vom Ufer  die Leine werfen muss.
Ganz schön anstrengend. Willy fing 2 zu kleine Forellen die nach dem Fötele wieder in Ihr Element entlassen wurden. Kurz vor der Einmündung  in den See hatte er noch kurz einen Königlachs am Haken der sich jedoch zackig befreite.Willy war erschrocken wieviel Zug ein 60cm grosser Fisch auf die Leine bringt.

 

 

Am nächsten Tag war Bella Tag. Wir fuhren nach Huife zu den Thermalquellen. Warmes Wasser zum bädele 1 tolle Ganzkörpermassage, 1 fantastisches Mittagessen, träumen im Liegestuhl ja man gönnt sich ja sonst nichts. Als Pensionierte bekommt man auch einen günstigeren Eintritt. Die Dame wollte nicht einmal einen Ausweis sehen.

Termas Huife

Massage Bereich

 

Am Abend fuhren wir wieder nach Pucon und ich lotste Willy in den Eco Camping mit Hostal. Hihi Ihr hättet Willy sehen sollen aber für eine Nacht in dem alternativ angehauchten  ÖKO Platz was solls. Wir parkten im Hof und Romina zeigte uns alles. Die Toilette sei 1 bei der Waschküche, die andere im Haus. Nicht gerade viel für soviel Leute. Mit 20 CHF bezahlten wir ein stolzer Preis.

  

Am Abend wollten wir etwas kleines essen gehen und fanden ein Restaurant wo Musik gespielt wurde und ein lustiger Kerl einen Asado machte. Wir setzten uns dazu und genossen die lockere Atmosphäre. Ein Girl aus Zypern , 1 Girl aus Finnland und sonst Chilenen feierten gemeinsam.
Am nächsten Tag um 8.00 verliessen wir unseren Platz und gingen frühstücken. Ein gestärkter Magen ist gut für eine Passfahrt Richtung Argentinien. Willy fuhr und ich fand eine tolle Route. Tja hmm der Asphalt hörte auf und dann kam wieder einmal 30 km Schotter. Holper holper Ripio Willy war nicht ganz amused. In Cunco tranken wir einen Kaffee und Fahrerwechsel. Ich fragte die Polizei wie die Strasse nach Icalma sei. Oh asphaltiert bis auf die letzten 20 km. Okay nehmen wir in Angriff. In Icalma assen wir ein Mapuche Mittagessen Reis mit Huhn für mich und Reis mit trockenem Braten für Willy. Dazu ein gemischter Salat. 2 Tütchen Nescafe Pulver namens Kaffee gabs zum Abschluss.

 

Auracania Bäume

 

 

 

Nach 1 km kam die Grenze. Ausstempeln dann in Argentinien wieder einstempeln. Danach gings runter Richtung Las Lajas. Nach 3 km hielten wir und fuhren hoch zum Kratersee vom Vulkan Batea Mahida. Über Villa Pehuenia weiter nach Las Lajas.
Am nächsten Morgen gings weiter doch zuerst Frühstück. Am Strassenrand hatte ein Marktstand geöffnet und ich kaufte noch Früchte und Gemüse ein. Dann auf zur YPF Tankstelle zum frühstücken. Wir trafen dort eine junge Velofahrerin aus Polen die ganz alleine von Ecuador nach Ushuaia radelt. Mutig diese junge Frau.Zu Ihrem Glück weiss sie noch nicht was das heisst Patagonien für Fernradler.

Wir wollten nach Chos Malal. Nach ca. 60 km Fahrt über die Landstrasse kam uns ein Overländer  entgegen Willy winkte  und siehe da er hielt es waren unsere Freunde aus Brasilien Marcos und Helena. Freudige Begrüssung. Sie kämen von Chos Malal und langsam ging es für sie Richtung Brasilien, sie hätten noch 12 Tage Ferien. Er gab uns eine Skizze mit den Sehenswürdigkeiten um Chos Malal. Wir verabredeten uns dass wie sie besuchen werden in Porto Alegre. Küsschen da und dort und auf bald und schon trennten sich unsere Wege.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angekommen in Chos Malal machten wir erstmals Fotos. Hier ist genau die Mitte der berühmten Ruta 40. Auch der patagonische Wind begrüsste uns stürmisch. Weiter Richtung Dorf und klar so um 14.00 knurrt der Magen. In der Hosteria Restaurante Don Jose assen wir ein hervorragendes Bife de Lomo und ein Rindfleischspiess mit Salat.
Die Hosteria war sehr schön und sauber und wir fragten nach dem Zimmerpreis. Wir entschieden 2 Nächte über das Wochenende zu bleiben. Wir besichtigten dennoch den Campingplatz. Öffentlich für jedermann zugängig an der Strasse viel Sand und Staub und Dreck gar nichts anmächeliges wie wir es gewohnt sind.
Am Sonntag wie immer der Ruhetag putzte Isabelle wieder einmal gründlich das Auto. Die Putzfrau der Hosteria gab ihr den Staubsauger und so wurde aller Staub, Sand und Erde rausgeputzt.
Am nächsten Morgen fuhren wir Richtung Las Ovejas 100 km Landstrasse durch eine von Hügeln und Bergen umgebene Landschaft. Die Strasse war gut unterhalten asphaltiert. Mittags erreichten wir das kleine Dorf, Ausgangspunkt für verschiedene Sehenswürdigkeiten. Die Dame im Touristmusbüro gab uns eine kleinen Plan mit den verschiedenen Orten die es zu entdecken gab. Wir gingen danach kurz in den Supermarkt und kauften noch Wasser und Bier und einige Kleinigkeiten zum naschen. Nach einem kleinen Mittagessen bei Claudia im Ruca Bell entschieden wir uns zu den Lagungen Epo Lauquen zu fahren.

Claudia und Willy

40 km Schotterpiste entlang des Flusses und den Hügeln erwartete uns 2 kleine Bergseen auf 1400 m.
Der Parkwächter beim ersten Bergsee liess uns gratis rein weil die Toilettenanlagen im Camp nicht sauber seien. Er entschuldigte sich er wisse nicht wieso die Reinigungsfrau nicht käme.
Wir fuhren 5 km weiter und erreichten den 2ten Bergsee. Nett angelegte Feuerstellen, Sitzbänke und Tische waren am Ufer im Schatten der Bäume. Einige Besucher sassen beim Picknick oder waren am grillieren. Gegen Ende des Sees standen einige Zelte im Schatten der Bäume.
Wir fuhren an ein lauschiges Plätzchen zwischen den Picknicktischen und machten es uns gemütlich.
Willy zückte seine Angelrute und ich genoss die Ruhe und die Landschaft.
Am Abend gabs ein Bier, Brot, Salami und eine frische Melone.
Diesmal ging es früh ins Bett. Um 21.30 hiess es schlafen. Es hatte natürlich kein WI-FI(sonst gingen wir um diese Zeit Abendessen!!!)

 

Ich brauchte einige Zeit bis ich ins Tal der Träume fiel.

Schorsch und Willy knurrten schon um die Wette
Am nächsten Morgen gemütlich frühstücken aufräumen und los gings. Ca. 15 km weiter wieder Richtung Las Ovejas machten wir einen Abstecher zum Fluss. Oh was für ein lauschiges Plätzches.
Direkt am Fluss auf einer Wiese zwischen den Bäumen fanden wir unseren Platz. Hier bleiben wir und geniessen die Sonne, den Fluss, um  auszuruhen.
Am Mittag begann Isabelle zu kochen es sollten gefüllte Tomaten mit Reis geben.
Alles begann so harmonisch. Die Zutaten waren da Hackfleisch angebraten Tomaten präpariert und auf Isabelle nahm den neuen Omnia Ofen raus.
Die ausgehöhlten Tomaten standen ringsum und wurden mit dem Hackfleisch gefüllt. Genug Flüssigkeit und dann noch etwas Reis auf das Feuer und Deckel drauf.
Ja und dann
EXPLOSION IM FISCHERPARADIES
Der Kocher war wohl nicht für den Omnia gemacht es wurde heiss und immer heisser und plötzlich Feuer!! Willy reagierte wie der Blitz mit dem Löschtuch und schon ein Knall und die Gasbombe explodierte. Der Tisch fing Feuer doch grosses Glück im Unglück Willy konnte alles schnell löschen.
Die Hälfte des Essens am Boden, der Kocher zerstört und der Tisch erinnert uns nun dass man sehr vorsichtig sein muss wenn man mit Gas kocht. Willys Erklärung war das es zu viel Hitze unter dem Omnia gab wir konnten das Gas auch nicht mehr zudrehen. Gottseidank ist sonst nichts passiert etwas Materialschaden ein kleiner Shock aber keine schlimmen Verletzungen.

Es hätte auch blöder kommen können. Zum Glück dämpfte die starke Löschdecke die Gas Explosion enorm.

Mit 2 grossen Rissen in der Lösch Decke werden wir nun daran erinnert.
Mit gedämpfter Stimmung assen wir was noch übrigblieb. Im Fluss wusch Isabelle das Geschirr und versorgte den Omnia sehr sehr weit hinten im Backofen.
Der kommt nicht mehr in Betrieb war ihre Aussage. Lag es am Kocher? Oder braucht der Omnia mehr Standfläche? Gut vorerst wird er nicht mehr benutzt. Vorher gings auch ohne diesen so viel gerühmten Omnia Ofen.

 

 

Free Solo

 

 

Ja schade der kleine Kocher ist Isabelle ans Herz gewachsen. Willy sagte wir kaufen einen neuen in jedem Campinggeschäft werden ähnliche verkauft.
Am Abend kochten wir dennoch weil wir Free solo  an diesem Platz standen. Wir genossen die warmen Sonnenstrahlen und die Biblische Ruhe.
Wieder gings früh zu Bett. Am nächsten morgen fuhren wir früh los. Wir wollten zu den Aguas Calientes. Wieder durch Las Ovejas mit guten Wünschen versehen von Claudia wir sollten vorsichtig fahren es sei eine steile Bergstrasse.
Willy übernahm das Steuer und los gings. Kurve hoch, Foto da, Kurve runter im gemütlichen Schritttempo gings die Schotterstrasse bergauf. Willy machte viele Fotos von den Basalttürmen und der eindrücklichen Landschaft. In Aguas Calientes angekommen parkten wir und suchten das Naturthermalbecken. Enttäuscht sahen wir ein paar Leute im Wasser sich tummeln. von wegen ganz toll. Ein etwas grösserer Tümpel an der prallen Sonne und Wasser dass den Felsen herunterlief.
Ja europäische Vorstellung sollte man tunlichst vermeiden.
Der nette Herr vom Office erklärte dies sei halt so. wir wollten auf dem Parkplatz übernachten doch die Duschen und die Toiletten waren ebenfalls defekt und keiner weiss wann es repariert wird.
So machten wir kurzerhand kehrt und fuhren wieder zurück Richtung Las Ovejas. Wir wollten wieder an unseren Fluss Rio Nahueve. Ca. 7 km nach der Abzweigung sahen wir Cabañas Mallin Mahue. Wir fragten Maria die Besitzerin ob wir auf ihrem Grundstück übernachten dürften. Ja natürlich. Wir stellten unser Auto ab und erfrischten uns mit einem kühlen Bier in ihrem Garten. Kurz darauf kamen 2 Autos die kurzerhand eine Cabaña mieteten. Ein kurzes Hola kleine Kennenlernphase und schon sassen wir alle gemütlich beisammen. Willy und ich genossen ein Hausmannskostabendessen von Maria und unsere Argentinier feuerten die Parilla an. Klar es wurde wie meistens ein Asado gebraten. Sie hatten 20kg Fleisch für 4 erwachsene und 3 Kids dabei für das grill Weekend.

Gegen Mitternacht gingen wir alle fröhlich schlafen.
Wir durften die Toiletten von einer Cabaña benutzen das war für uns ein toller Luxus. Konnten wir wieder mal Duschen und ein Klo benutzen.

 


Am nächsten morgen gings früh los. Um 9.00 fuhren wir los Richtung Chos Malal. Kurz wieder auf der Asphaltstrasse standen 3 Leute die auf den Collectivo Bus warteten. Willy entschied sie mitzunehmen, Sie machten  sich hinten auf der Sitzbank gemütlich. 85 km anständiges Fahren war angesagt. Damit unsere Gäste im Collectivo Suiza  sich sicher fühlen konnten. 1 ½ Std. später Ankunft in Chos Malal. Happy entliessen wir unsere Gäste.

Collectivo Suizo

Wir gingen ins Don Costa Mittagessen da wir ja noch gar nichts im Magen hatten. Noch ein paar Einkäufe und los gings Richtung El Choral. Angesagt war die Fiesta der Gauchos und des Ñaco. 60 km Sand-Schotterpiste und Bella als Pistenraser mit 80 km/h darüber donnert. Pistenstrassen sind relativ breit sowie bei uns die Autobahn fast wie 4 Spuren. So geht’s kreuz und quer den Wellblechrillen ausweichend über die Piste.
Dafür stäubts gewaltig. Angekommen in El Choral fuhren wir die einzige Strasse durchs Dorf und dann zum Camping. Ein netter Herr zeigte wo wir uns hinstellen konnten und den ganzen Tag Schatten hätten. So installierten wir uns und machten es uns gemütlich. Wir hatten nette Nachbarn 2 Familien. 4 Erwachsene und 3 Kinder.
Wir unterhielten uns und erfuhren etwas mehr über das Fest das am Freitag offiziell beginnt. Es waren noch nicht viele Campinggäste da, diese wurden aufs Wochenende erwartet.
In Chos Malal wollte ich noch die Wäsche zum waschen bringen doch leider war die Wäscherei zu Betriebsferien.
Ich fragte die Campingplatzbesitzerin ob sie eine Waschmaschine hätte. Ja ja und kurz darauf waren unsere schmutzigen Kleider in der Maschine und ich strahlte. Was für ein angenehmes Leben.
Die Hühner spazierten um unseren Camper herum und ergatterten jedes Brotbrösmeli von uns. Weiter oben sichteten wir einen stolzen Truthahn und seine «Gattinnen» der gemächlich auf dem abgestuften Campground rumstolzierte.
Am nächsten Tag gegen Nachmittag liefen Willy und ich Richtung Festplatz. Viele Stände mit Kleidern und Gebrauchsgegenstände für Gauchos stellten aus. Am anderen Ende des Platzes waren einige Zelte die Essen darboten. Empañadas, Pan Chorizo, Hamburguesas und Papas Fritas waren im Angebot. Hmm wir dachten es gäbe Asado und sonstige Leckereien. Nun ja denn halt ein Würstchen mit Brot und dazu Pomelosaft.
Wieder bei den Kleiderständen kaufte sich Willy 2 Bombachahosen (typische Gauchohosen unten eng und oben weit).
3 Gauchokäppis rundeten seine Einkäufe ab und klar ein Föteli mit der netten 17jährigen Verkäuferin durfte nicht fehlen. Fiesta Grande in El Choral immer mehr Leute vergnügen sich auf dem Festplatz.
Willy kann sich an den zum Teil schick gekleideten Gauchos kaum sattsehen. Auch die Buben liefen ganz stolz in Bombachahosen und Gauchokäppis umher. Willy kam aus dem Fötelen nicht mehr heraus. Gegen Mitternacht verliessen wir dann das Fest.

 

 

 

argentinisches Sandwich Choripan Chori=Chorizo Würstchen Pan = Brot mit Criolla Sauce (Tomatenwürfel und Zwiebel, Zitronensaft

Am nächsten Morgen gings weiter. Richtung Chos Malal und dann nordwärts bis Malargüe. Zuerst war die Strasse wunderbar asphaltiert. Nach ca. 130 km kam ein Schild die nächsten 40 km wäre die Strasse in Revision. Hmm d.h. Schotterstrasse. Okay 40 km geht noch. Interessant die Messmethode der Argentinier. Irgendwie müssen da die km anders sein denn es waren schlussendlich 85 km Schotterpiste. Nun was will man da machen? Es ist die einzige Hauptverbindung nach Norden.
In Malargüe angekommen gingen wir erst ins Touristoffice und liessen uns eine Karte geben mit den Sehenwürdigkeiten der Kleinstadt. Dann gings ins Hostal Kathmandu denn der Campingplatz am Stadtrand lud nicht wirklich zum Aufenthalt ein.
Wir konnten unser Auto super im Garten parkieren. Amanda die Hostalbesitzerin lieh mir anderntags den Staubsauger und ich konnte wieder mal gründlich das Auto staubsaugen. Nach soviel Schotterpiste sammelt sich einiges an Sand und Staub an. Willy saugt vorne ich liess die ganze Bettwäsche und Kissenüberzüge bei Amanda waschen richtig toll fast alles wieder wie neu.
(bis zur nächsten Schotterpiste)
Am Nachmittag gingen wir an die Fiesta del Chivo d.h. Geissenfest, es wurden ganze Zicklein gebraten, Musik gemacht und gefeiert. Ja jetzt ist die Zeit der Fiestas.
Einen kleineren Schock bekamen wir als wir zurückkamen ins Hostal und eine Nachricht von Sergej und Tanja bekamen. Die beiden wurden in San Rafael auf dem Campingplatz El Parador von 3 maskierten bewaffneten Männern überfallen und ausgeraubt. Gottseidank ist ihnen nichts passiert.
Die Polizei liess lediglich vernehmen dass dieser Campingplatz an einem gefährlichen Ort sei und man nicht dahin ginge. Das Polizeioffice befindet sich 300 m nebenan.
Ja wir hoffen sehr dass wir von solchen unschönen Situationen verschont bleiben.

kein Chivo nur Salat

alter V8 8 Zylinder Ford immer noch in Betrieb

im Eiswürfel gekühltes Bier bei 35 Grad

 

Wir sind happy dass der Bericht endlich steht und heute online geht.

Freut euch auf den nächsten Teil,  das unglaublich schöne wilde Valle Hermoso und das berühmte Weinanbaugebiet von Mendoza.