Herzliche Verabschiedung von Amanda und dem Hostal Kathmandu. Auf geht’s neue Abenteuererchen warten.
Doch zuerst geht’s in die Berge. Richtung Las Leñas berühmter Skiort in Argentinien.
Auch die Schweizer Ski-Asse trainieren im argentinischen Winter hier. Hoch geht’s durch ein grünes Tal umrahmt von Bergen und Flüssen. Vor dem Mittag erreichen wir Las Leñas.
Hmm ist das alles? Einige Häuser, Hotelkomplexe und sonst nichts? Ja jetzt im Sommer ist tote Hose. Mehrheitlich alles geschlossen. Nicht einmal Rotsocken  und Stockenten hats.

In einem Restaurant bekommen wir einen Kaffee. Der Wirt erklärt uns, dass diese Region nur auf Wintertourismus spezialisiert sei. Jetzt kämen lediglich ein paar gestylte  Wanderer. Oder solche wie wir die einen Ausflug ins super Tal Valle Hermoso planen. Dort wird noch die Transhumanz gelebt.

 

    
Valle Hermoso  bedeutet wundervolles Tal.

Genau da wollen wir hin. Der Wirt ruft die Polizei an und frägt nach ob die Strasse passierbar sei. Es hätte am Tag zuvor geschneit und geregnet.
Die Polizei frägt nach der Marke unseres Fahrzeuges, und ob wir eine Getriebe Untersetzung haben.

Das haben wir natürlich an unserem Toyolindo HDJ 100.

Nur solche 4×4 Fahrzeuge dürfen passieren.

Juhui frohlockt Willy so haben wir die Strecke fast für uns.
Los geht’s. Willy sitzt stolz am Steuer. Die Polizei frägt an der  Absperrung nach der Untersetzung und dem 4×4 Antrieb. Je mehr sie nachfragen desto mehr bekommt Ysa einen Gag in die Hosen resp. Angst.

Er wünscht uns viel Vergnügen.Es erwarte uns ein strahlend blauer Himmel und frisch überzuckerte Gipfel.. Immer schön langsam fahren war Ihre Devise.
Kurven und ein paar steile Abschnitte, ein plätscherndes Bächlein und Ruhe. 25 km lang ist die Strecke. Vorbei an Schafherden, Kühen und Pferde gings immer höher.
Das Navi zeigte 2857 müM als wir oben ankamen.

Alles ohne die Untersetzung zu gebrauchen.
Ein Blick in eine weite Ebene mit einem kleinen See, ein Fluss und rundherum Berge. Ein rauchender Vulkan von Chiles Seite her schickte seine Dampfwolke Richtung Argentinien.
Gegen Mittag kamen wir am Ausflugsrestaurant mit Campingplatz an. Wir besichtigten den See und gönnten uns ein Alp-Mittagessen. Schaffleisch und Rindfleisch mit Kartoffeln. Dazu mein heissgeliebter fast süchtigmachender Pomelosaft.
Willy wollte unbedingt noch fischen so gings los Richtung Fluss.
Doch die Fischli wollten nicht gefangen werden.
Wir fanden ein lauschiges Plätzli wo wir kurzerhand entschlossen zu übernachten. 800 argentinische Pesos hätte der Camping gekostet nur damit man das Klo benutzen kann und eine Dusche von 20.00 bis 22.00.Uhr.Sonst hat er nebst dem nötigen Dieselgenerator nichts zu Bieten.
Ich kochte uns ein feines Znacht Nudelsuppe und 2 Schoggi Täfelis als Bettmömpfelis

Bald leuchteten Millionen von Sterne und wir träumten uns in den Schlaf.

 

 

 

 

       

 

     

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Morgen fuhren wir wieder den 4×4 Pass zurück nach Las Leñas und weiter bis nach Las Molles, wo wir ein frisches Brot kauften und am Bach frühstückten.
Danach gings weiter bis nach Sosneada wo wir unseren Toyolindo noch mit 40 Liter Diesel fütterten. Wir hatten Wifi und so konnte jeder von uns noch die Whatsup checken und weiter senden. Willy sah im Reiseführer das es eine gleichnamige Terme gäbe. Okay auf geht’s diesmal 60 km Schotterstrasse.
Zuerst war die Strasse ganz angenehm doch dann kam wieder Wellblech, Sand ein Bachbett und so gings holper holper weiter bis wir schliesslich nach 2 Stunden die Terme erreichten.
Ein paar Leute und ein Ausflugsbus 4×4 mit ein paar Touristen tummelten sich am und im Wasser.
Es stank ziemlich nach Schwefel. 3 Becken hatte es davon war eines lauwarm die anderen eher kühl.
Es war schon nach 16.00 Uhr und wir sagten uns dass wir nicht mehr zurückfahren sondern hier übernachten. Wir könnten dann wunderbar nacktbaden wenn alle weg sind.
Tja aus dem wurde nichts. Ein Pärchen aus Cordoba blieb auch dort und stellte sein Zelt auf.
Wir unterhielten uns und lachten und schliesslich gings im Badeanzug ins Wasser.
Abends kochte ich Risotto und zu viert tranken wir noch eine Flasche rot Wein bevor wir uns ins Bett kuschelten. Die Nächte in der Höhe sind doch etwas kühl und wir waren froh um unser Häuschen auf 4 Räder.

Anderntags leistete Willy schon die erste gute Tat, indem er den Reifen von Guillermo mit Luft füllte.
Unser  ARB – Luft Kompressor leistete gute Arbeit.
Danach gings wiederum die 60 km Schotter bis zur Landstrasse. Dann welch eine Wohltat kamen 108 km Asphalt. El Nilhuil hiess unser Ziel dass wir mittags erreichten. Das Dorf liegt an einem Stausee mit einem Camping. Tja dort funktionierten die Toiletten nicht und auch die Dusche hatte kein Wasser. Gut wir wollten ja nicht bleiben sondern nur Mittagessen. Das einzige Restaurant im Dorf servierte uns eine leckere Argentinische Mahlzeit.
Wir entschieden uns nach San Rafael zu fahren. Doch zuerst durch den Canyon Atuel danach das Valle Grande und dann San Rafael die Stadt.
Willy montierte die GoPro Kamera und ich fuhr langsam Richtung Canyon. Runter gings in die Schlucht. Klar es ist nicht der Grand Canyon, auch nicht der Gorge du Verdon aber etwas steiler und uriger haben wir uns den Canyon Atuel schon vorgestellt.
Am Fluss entlang gings umrahmt von Bäumen und verschiedenen Kakteen. Am Ende führte uns die Strasse wieder nach oben zu einem wunderbaren Aussichtspunkt.

Canyon Atuel

Dort machten wir noch ein paar Fotos und Strassenhändler verkauften allerlei Souveniers. Danach erreichten wir die Asphaltstrasse die entlang des Flusses führte. Raftingabenteuer, Restaurants, Cabañas alles wurde angepriesen.
Gegen Abend erreichten wir San Rafael wo wir ein Hotel suchten mit geschütztem Parkplatz für unseren Toyolindo.
Hotel Las Bonitas hatte alles was wir suchten. Toyolindo durfte im Garten neben dem Swimmingpool geschützt hinter einer 3m hohen Wand stehen.
Wir wollten nicht dasselbe erleben wie Sergej und Tanja die in San Rafael auf dem Camping ausgeraubt wurden.
Ich sendete ein Whatsup unseren Freunden die in San Rafael leben und schrieb dass wir im Hotel Las Bonitas seien. Maria und Coco lernten wir in Junin de los Andes kennen. Willy versprach Maria mit ihr ein Boeuf Bourguignon zu kochen.
Wir verabredeten uns für Freitag Mittag um 11.00. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr standen wir anderntags vor deren Haustür.
Ein freudiges Hallo und schon sassen wir am Tisch. Wir diskutierten und erzählten was wir alles erlebt hatten. Wir machten ab dass wir am Samstag gemeinsam einkaufen und abends dann kochen. Coco fuhr uns zurück zum Hotel. Wir machten es uns gemütlich und gingen abends dann chinesisch essen.
Samstag um 9.30 kam Coco uns holen und mit Maria gings los. Carniceria, Verdureria, Fruteria, und Supermercado wurden besucht und der Einkaufswagen füllte sich.
Maria sagte dass am Abend noch ein Ehepaar, er Schweizer sie Deutsche auf einen Drink vorbeikämen. Sie können nicht zum essen bleiben weil sie am Sonntag nach Buenos Aires fahren dass 1000 km weiter weg liegt.
Okay super. Die Einkäufe brachten wir in Marias Haus. Ich wollte noch einen Coiffeur suchen der meine wilde Mähne wieder stutzte. Kurzerhand rief Maria ihre Coiffeuse an und schon hatte ich einen Termin 10 minuten später. Willy ging mit Coco eine Stadtrundfahrt machen und ich liess mir die Haare schneiden. Waschen, schneiden für 250 arg. Pesos d.h. CHF 8.00.
So jetzt los zu unseren Männern. Coco brachte uns zum Hotel und abgemacht war dass wir um 17.30 anfangen zu kochen. Doch zwischenzeitlich ist SIESTA die ist SAGRADA!! also Heilig.

17.30 standen Willy und Maria mit Block und Bleistift bewaffnet in der Küche und das Kochabenteuer konnte beginnen.
Es wurde gelacht, fotografiert und probiert alle hatten ihren Spass. Schon bald duftete es herrlich nach Rotweinsauce und das Fleisch blubberte gemütlich vor sich hin.
Um 19.30 kam Roli aus Appenzell mit seiner Frau zum Aperitiv. Er wohnt ein halbes Jahr in Argentinien und ein halbes Jahr in Appenzell. Er ist in Argentinien geboren und so switscht er zwischen Spanisch und Schweizerdeutsch hin und her.
Gegen 20.30 verliessen die beiden uns. Willy servierte als erster Gang die famöse französische Zwiebelsuppe. Danach der grosse Moment Kartoffelpuree mit Seeli und Boeuf Bourguignone mmhh fein.
Coco der sonst keine Saucen mag, schlemmte und meinte das sei ein sehr reichhaltiges Essen. Speziell die Sauce mit 2 Flaschen Malbec sei ganz besonders.
Zum Dessert servierte Maria ihr hausgemachte Zitronen-Vanillecreme mit Biskuit. Wir schlemmten und lachten viel.

Maria

Coco y Willy

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir verabredeten uns anderntags mit Ihnen nach El Nihuil zu fahren wo die beiden ein Ferienhaus im Club de Pescadores besitzen. Die Temperatur dort sei 5 grad kühler da der Ort auf 1300 m.ü.M. liege. Angenehmer als die Hitze der Stadt (35 Grad). Coco wollte auch unbedingt mit Willy zum fischen fahren. Super ja machen wir.
Am Sonntag fuhren wir gegen Mittag nach El Nilhuil dass 75 km weit von San Rafael lag. Diesmal nahmen wir die Landstrasse, den Canyon kannten wir ja schon von der hinfahrt.
Toyolindo durfte wieder im Garten stehen und wir genossen das Schattenplätzli unter den Bäumen mit Blick auf den See. Richtig romantisch.
Maria kochte Spaghetti al Pesto dazu ein Gläschen Wein. Klar jetzt hies es erst Siesta!!.
Willy legte sich aufs Sofa und schon schlief es. Coco und Maria gönnten sich auch ihre Siesta und ich machte es mir auf dem Stuhl gemütlich und las.

Am späteren Nachmittag besuchten uns Freunde von Coco und Maria.
Boroto 91jährig und seine Frau Nelly 84jährig kamen mit dem 4×4 Quad angefahren.
Willy traute seinen Augen nicht. Wau so fit die beiden. Eine Flasche Champagner in der einen und eine Rose in der anderen Hand gingen sie auf Maria und Coco zu und gratulierten Ihnen zum 57 Hochzeitstag.
Wir feierten feucht fröhlich bis gegen Mitternacht. Am nächsten Morgen fuhren Willy und Coco zum Fischen mit dem Boot auf den See.
Klar erwarteten Maria und ich frische feine Lachsforellen!!. Nun gut ausser von Mücken zerstochene Beine brachten die Herren nichts nach Hause und so gabs Salat und Reste vom Vorabend.

   

Nelly 84 und Boroto 91 jährig

         

 

 

 

 

 

 

Am Dienstag verabschiedeten wir uns von Maria und Coco und auf gings Richtung Valle de Uco. Um die Mittagszeit ca. 13.30 erreichten wir die Bodega Fournier wo wir uns ein Gourmetmenue zu Gemüte führten. Diverse Weine wurden gereicht und wir genossen das elegante Ambiente und das mehrgängige Essen. Die Empfangsdame organisierte uns ein Zimmer in der Nähe für eine Nacht.
In einem traumhaften Garten gelegen erwartete uns ein Appartement mit Küche 2 Schlafzimmer Terrasse mit Tisch für CHF 90.00. Es war das einzige das frei war. Welch ein Luxus. Ein kleines Bad im Pool Small Talk mit anderen Hotelgästen ein Genuss. Ein anderer Hotelgast machte ein Feuer um Fleisch zu grillen und schon lagen auch unsere Würste die wir noch hatten drauf. Zu sechst machten wir Salat jeder brachte ein Getränk und schon hatten wir neue Freunde.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter nach Vista Flores ca. 15 km entfernt und hatten ein Zimmer im Hotel Fuente Mayor für mehrere Tage.
Es gab ja noch einige Bodegas zu besichtigen und verschiedene Gourmetmenüs zu geniessen.
Ist doch das Valle de Uco so heisst die Gegend bekannt für seine vielen Bodegas und klar den Malbec Wein.
Wir besuchten die Bodega Zucchardi mit ihren noch eher jungen Weinen und Rebstöcken (die ältere liegt in der Nähe der Stadt Mendoza).
Wir liessen uns erklären wie der Wein gemacht wird. Die Bodega Salentein füllt ihn zuerst Stahltanks und erst nachher in die Eichenfässer.
Elegant war die mit verschiedenen Kunstobjekten ausgestatte Bodega Salentein, doch die gemütlichste war die Bodega Azul. Der Chef begrüsste uns sehr herzlich. Ein Glas Weisswein verkürzte unsere Wartezeit bis ein Platz frei war.
Schon 20 Minuten später hatten wir einen Tisch den wir mit einem Vater und Tochter Paar teilten damit diese nicht noch 1 Std. warten mussten. So hatten wir eine nette Tischgesellschaft.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bodega Azul

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Tage vergingen wie im Flug und schon sassen wir wieder in unserem Toyolindo Richtung Lujan de Cuyo. Wir hatten in Dieter Meiers Bodega Ojo de Agua einen Tisch reserviert. Wir wollten doch sehen wo der berühmte Musiker von Yello seine Bodega hatte.
Fernab der Landstrasse erreichte uns eine von Weinreben und Schatten spendenden Bäumen angelegte Landschaft mit einem See.
Gemütliche Sitzecken mit Sicht auf die Anden rundeten das Empfangsambiente ab.
Das Restaurant selbst mit vielen Bildern und Erinnerungen ausgestattet war klein und gemütlich.
Leo der Kellner liess uns gewähren und Willy machte viele Fotos. Ein erstklassiges Menue wurde uns serviert dazu die passenden biologisch angebauten Weine serviert.

 

 

 

 

 

 


Ja richtig alles Bio-Qualität. Dieter Meiers Weine sind für den europäischen Markt bestimmt.
Leo erzählte uns dass am Donnerstagabend ein Event stattfinde wo Dieter Meier persönlich anwesend sei. Okay wir kommen bleiben wir in unserem Hotel bis Freitag (es war Sonntag).
Zurück im Hotel de los Andes fragten wir ob wir so lange bleiben können. Ja das geht sagte mir Graciela und spontan fragten wir sie ob sie uns begleiten würden. Wir laden sie ein.
Ja wenn nicht spezielles mit dem Hotel sei kämen sie gerne. Das Hotel de los Andes hat 4 Zimmer und ein Appartement. Ein liebevoll angelegter Garten mit Swimmingpool, Pflaumen und Zitronenbäume inmitten einer Weinlandschaft.
Wir freundeten uns mit Graciela und Ruben den Hotelbesitzern an und wir bekamen das Appartement wo wir auch kochen konnten.

Hotel de los Andes Lujan de Cuyo

 

 

 

Mate Time

 

 

 

 

 

 

 

Am Montag war unser Ruhetag ich konnte am Blog schreiben, schwimmen und erholen.
Dienstag fuhren wir in die nahegelegene Terme Cacheuta wo wir unseren Körper im warmen Wasser verwöhnten. Am ehemaligen Bahnhof war ein Restaurant wo wir im Schatten der Bäume ein feines Essen genossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gauchos unterwegs

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend gings zurück nach Lujan de Cuyo und trotz Schatten war unsere Haut leicht gerötet.
Am Mittwoch wollte Willy noch fischen gehen und wir fuhren nach El Carrizal an den See.
Traurig aber wahr das Ufer des Sees entlang des Strandes lag soviel Abfall, dass man keine Lust hatte zu fischen.
Wieso man keine Abfallkübel hinstellt und mehr Sorge zu der kostbaren Natur trägt fragen wir uns immer wieder.
Jedesmal wenn wir die Leute darauf hinweisen heisst es ja ja aber etwas dagegen unternehmen?
Als wir am Abend zurück waren im Hotel sagte uns Graciela, dass die Gäste die Donnerstag ankämen schon am Mittag kommen und nicht um Mitternacht. Sie hätte aber ihre Reinigungsfrau gebeten am Abend anwesend zu sein, damit wir alle 4 zu Dieter Meiers Event gehen könnten.
Kein Problem. Als wir Donnerstag Nachmittag von unserem Ausflug zurückkamen waren die 3 Kanadier schon da. Herzlich wurden wir begrüsst wie wenn wir alte Freunde wären. Kim, Anna und Ritschard aus Winnipeg, Kanada kamen direkt von Buenos Aires. Wir erzählten von dem Event und ja gerne kämen sie mit. Schon wurde organisiert. Wir schrieben Leo dass wir nun zu siebt und nicht zu viert seien. Kein Problem. Das Taxi wurde für die Hin- und Rückfahrt gebucht.
Frisch geduscht, geschminkt, parfumiert gings los. 600 Pesos pro Person und schon lustwandelten wir in Dieter Meiers Bodega. Es gab verschiedene Weine und Häppchen, ein Asado verbreitete seinen Duft, Risotto wurde in einer grossen Pfanne von Jaime angerührt. So nach und nach kamen die Gäste. Gegen 20.30 kam Dieter Meier persönlich. Wir unterhielten uns und er freute sich mit den Loco Schweizern die abenteuerlustig das Land erkundeten. Er lud uns in sein Restaurant am Paradeplatz in Zürich ein aber nur wenn wir mit dem Toyolindo kämen. Klar werden wir machen mit dem Okay der ZH Polizei dort zu parkieren.
Leicht beschwipst fuhren wir gegen 23.00 Uhr zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  
Am Freitag verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden und fuhren Richtung Grenze nach Uspallata. Dort übernachteten wir und am Samstagmorgen gings los Richtung Chile.
Eines wussten wir nicht die Argentinier feierten ein verlängertes Wochenende. Oh je schon standen wir im Stau vor dem Tunnel der uns zur Grenze brachten.
Dann nach dem Tunnel die Wartezeit für das Grenzprozedere. Gelassen nahmen es die Argentinier hin die meisten wollten ans Meer. Mendoza – ans Meer waren es doch nur 400 km. Wir hingegen fuhren zu Oswaldo und Gina unsere Freunde die in der Nähe südlich von Santiago wohnten. So erklärte es mir Gina. Nach elendigen langen 3 Stunden waren wir endlich in Chile. Auf dem Pass assen wir ein feines Zmittag bevor es dann losging Richtung Santiago. Sie wohnen ja in der Nähe der Hauptstadt.
In der Nähe heisst 150 km südlich.
Gina und Oswaldo, Gilda und Hector lernten wir vor 5 Jahren in Füssen kennen. Wir besichtigten Schloss Neuschwanstein und waren auf dem Weg zum Parkplatz. Da sahen wir sie wie sie versuchten ein Selfie zu machen und Willy fragte spontan ob er sie fotografieren solle. Er hörte wie sie spanisch sprachen und schon rief er mich. Angeregt unterhielten wir uns und auf dem Parkplatz machten wir Facebook Freundschaft.
Ja nun sind wir hier in San Vincente de Tagua Tagua bei Oswaldo und Gina im Haus und geniessen die wunderbare chilenische Gastfreundschaft.
Mein Haus ist dein Haus war Oswaldos zweiter Satz. Oswaldo feierte seinen Geburtstag einen Tag zuvor aber das Fest fand am Samstagabend statt. Schon sassen wir inmitten einer feuchtfröhlichen Runde es wurde gefeiert und gegessen bis morgens um 2.00.

Osvaldo und Gina mit Enkelkindern Josefa und Joaquin

 

 

 

 

 

 

 

 

Osvaldos Haus

Gina mit Aurora und Carmen

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag gabs ein gemütliches Frühstück und danach zeigten sie uns ihren Wohnort. Ein ländliches Dorf mit 50 000 Einwohnern. Zuerst gings zur Kirche wo die Messe fast zu Ende war. Sie erklärten uns dass diese nach dem verheerenden Erdbeben 2010 in Pichilemu (100 km entfernt) neu gebaut wurde. Danach besuchten wir Ernesto auf seiner Farm.
Am Montag fuhren wir mit Gina Richtung Santa Cruz in die Weingegend von Conchagua. Wir besichtigten das Museum mit der Geschichte Chiles, danach gabs einen feinen Lunch und anschliessend gings nach Lolol zu den Weinreben und dem berühmten Automuseum.
Mit der Luftseilbahn gings auf den Hügel wo wir eine wunderbare Aussicht genossen. Auf dem Rundweg erklärte uns der Audioguide die verschieden alten Kulturen Chiles. Mapuche im Süden, Rapa Nui auf den Osterinseln, Arica im Norden mit der Chinchorro Kultur und die Aymaras in Zentralchile.
Es ist schon sehr spannend wenn man plötzlich so in die Vergangenheit eintauchen kann.

 

Vina Santa Cruz Chile

   

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir genossen unseren Ausflug sehr. Am Abend erzählten wir Oswaldo von unserem Ausflug. Danach gings zum Supermarkt und auf den Gemüsemarkt einkaufen. Wir wollten ein Essen für Oswaldo und Gina kochen und für deren Freunde.
Am Dienstagmorgen fing Willy mit den Vorbereitung an.
Das Menue:
Wassermelonensuppe pikant (kalt)
Französische Zwiebelsuppe (warm)
Kleiner gemischter Salat
Boeuf Bourguignone mit Kartoffelpuree
Mousse au Chocolat
Zitronencrème
Gina half tatkräftig mit und probierte immer wieder die Sauce die je länger sie kochte besser wurde.
Auch für unseren Toyolinde wurde gesorgt. Wir mussten für diesen noch jemanden finden der mit Fiberglas arbeitet denn die Schotterstrassen haben im zugesetzt.
Risse an der Front zwischen Kabine und Auto vergrösserten sich. Man fühlte zwischen den Fingern wie sich alles bewegte. So zeigten wir Oswaldo unser Problem und schon wurde organisiert.
Am Nachmittag erschienen 2 Arbeiter und schon wurden die Risse geschliffen und mit 5 Lagen Fiberglass repariert. Hält 100 Jahre sagte Carlos der Chef.
Nach ca. 2 Std. war Toyolindo geflickt und die Reparatur bezahlt (50.00 CHF).

Am Abend kamen die Freunde und wir präsentierten unser Essen. Es wurde ein gemütlicher Abend. Sie liessen es sich schmecken und fanden, dass Europäer gesünder essen als sie.
Am nächsten Morgen fuhren wir bei strahlendem Sonnenschein Richtung Santa Cruz. Durch die Weingegend Colchagua in die Stadt. Oswaldo organisierte für uns den Eintritt ins historische Museum. In der Ausstellung gab es von Prähistorisch bis Aktuell alles zu sehen.
www.museocolchagua.cl
Die Zeit ging viel zu schnell vorbei und schon sassen wir im Restaurant Santa Cruz am Mittagstisch.
Danach fuhren wir nach Lolol zum Automuseum und der Bodega Silva.
Wunderschön hergerichtete Oldtimer und Motorräder standen in einer grossen Halle. Willy bewunderte jedes Auto. Hier ein Foto da ein Foto. Die Zeit verging wie im Flug und schon sassen wir in einer Luftseilbahn die uns auf den Hügel brachte wo wir eine fantastische Aussicht über die Rebenlandschaft genossen.
4 Häuser standen oben mit den 4 Kulturen der Geschichte Chiles.
Ganz im Süden die Mapuches, im Norden die Aymaras, von Central bis Nordchile die Incas und auf den Osterinseln die Rapa Nui.
Zu schnell ging der Tag vorbei und wir beschlossen noch einmal herzufahren um das Museum nochmals zu besichtigen was wir auch 2 Tage später in die Tat umsetzten.

Bevor wir mit Oswaldo und Gina zum Abendessen fuhren durften wir noch bei Ernesto und Carmen auf ihrem Campo ein Aperitiv geniessen. Ernesto besitzt viele Nektarinenbäume. Die Früchte verkauft er bis  nach Übersee.

 

 

Danach luden uns Oswaldo und Gina zu einem peruanischen Nachtessen ein. Alle die wir kennen schwärmen von der peruanischen Küche. Uns schmeckte sie auch hervorragend und wir freuen uns jetzt schon auf Peru.

Das Kulturelle Leben der Chilenos lag unseren Gastgebern am Herzen. So mussten wir unbedingt an einem unblutigen Rodeo teilnehmen.

Am Samstag fuhren wir gemeinsam zu einem Rodeo Fest nach San Fernando. Ziel dieses Rodeos war viele Punkte zu holen um am Nationalen Rodeo teilnehmen zu können.

Zwei Reiter versuchen ein Rind in die Mitte zu nehmen und so zu lenken. Am ende wurde das müde Rind gegen eine gepolsterte Wand gedrückt. Es gab für die gebrachte Zeit und die Reitertechnik Punkte.

Alles wurde mit viel Macho Stolz betrieben. Alle Männer und viele Frauen haben sich in Ihre Tracht geflüchtet.

Das Selbstwertgefühl und die Identifikation als Chilenos steigerte sich stark.

 

Wir schauten dem Spektakel ca. 1 Stunde zu und spazierten anschliessend gemütlich durch die Verkaufsstände.

  

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag darauf fuhren wir mit Oswaldo und Gina zum Abschied nach Pichilemu ans Meer und genossen hervorragenden Fisch und Meeresfrüchte. Wir fühlten uns wie in den Ferien. Leute badeten im für uns kalten Pazific 15 Grad und einige Surfer übten sich im Wellenreiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bye Bye Osvaldo und Gina

 

 

 

 

 

 

 

Und schon hiess es Abschied nehmen von den uns liebgewordenen Freunden. Am Dienstag gings los Richtung Nogales zu unseren Freunden Gilda und Hector.
Um 17.00 erreichten wir die Fundacion la Semilla wo Hector arbeitet. Pablo zeigte uns die verschiedenen Häuser und erklärte uns wofür sich die Stiftung einsetzt.
Unter : www.fundacionlasemilla.cl könnt ihr euch informieren.
Um 18.00 kam Hector und wir machten uns auf den Weg zu seinem Haus.
Dort erwartete uns Gilda seine Frau mit Ihrer Schwester Drina und deren Ehemann German.
Es wurde ein gemütlicher Abend und schon hiess es schlafen gehen.
Am Mittwochmorgen holte uns Artur ein Mitarbeiter Hectors ab. Wir fuhren in ein Dorf ca. 110 km weiter wo ein Event der Stiftung la Semilla stattfand.
Hector voll in Aktion erklärte den Landleuten wie wichtig es sei mehr Gemüse zu pflanzen und sich gesund zu ernähren.
Vieles was für uns normal ist, steht hier am Anfang. Es wurde vorgeführt wie ein gesundes Essen gekocht wird (auch ohne Fleisch).
Hector holte mich auf die Bühne und stellte mir ein paar Fragen die ich gerne beantwortete.Ich sagte dass bei uns der Bio Markt sehr gross sei und die Leute gerne bereit seien etwas mehr zu bezahlen dafür ein gesundes Produkt in den Händen hielten.
Danach gab es ein wunderbares Mittagessen ein grosses Buffet wurde hergerichtet mit allen Produkten die dort produziert werden.

 

 

 

 

 

 

 

Hector in Action

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten Tag durften wir mit Hector arbeiten gehen!!!! Zuerst besuchten wir Gilda in Ihrem Kinderhort auch von der Stiftung La Semilla geführt. Die Kleinen waren ja sehr süss und wollten sofort mit uns spielen. Willy hatte ganz schnell 2 Mädchen auf dem Schoss mit denen er schaukelte und lachte. Ich tanzte Ringel Reihe und ganz schnell verging die Zeit und wir fuhren weiter. Wir besuchten eine Behinderten Schule. Wir spielten Korbball und liessen uns von den Fachkräften ihre Arbeit erklären.
Danach stoppten wir kurz vor der Wohngemeinschaft der Leute die dort ihren Drogenentzug machten,
Die Erfolgsrate ist nicht sehr hoch ca. 20 % waren nach 2 Jahren clean.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Freitag besuchten wir mit Gilda die Bio Farm Edelweiss wo Christina sich alle Mühe gibt Gemüse, Beeren vor allem auch die bekannten Goji Beeren zu züchten. Sie bewirtete uns mit einem hervorragenden Mittagessen und führte uns stolz durch ihre Farm.

Samstag waren unsere lieben Gastgeber zu einer Taufe eingeladen und wir fuhren mit Victor nach Calera. Wir assen ein feines chinesisches Mittagessen. Willy wollte dann noch die wunderschönen Wandmalereien fotografieren die er von der Autobahn gesehen hatte. Danach gings nach Ocoa in den Nationalpark wo sehr hohe Palmen standen doch leider war er schon geschlossen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag gings wieder ans Meer. Mit Hector und Gilda nach Valparaiso. Was für eine schöne Stadt. Hügelig am Meer gelegen mit bunten Häusern, Künstlerviertel und steile kurvige Strassen.
Wir besuchten das Haus Sebastiana wo Pablo Neruda der berühmte chilenische Schriftsteller gelebt hatte. Das Haus ist jetzt ein Museum und mit Audioguide liessen wir uns in das Leben und die Geschichte Nerudas einführen. (Vielleicht kennt ihr den Film «Il Postino» der von Pablo Neruda geschrieben wurde)

La Sebastiana Nerudas Haus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hector und Gilda

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein feines italienisches Mittagessen, Spaziergang im Künstlerviertel rundeten den Mittag ab. Weiter gings nach Viña del Mar wo wir mit Raffaella Tochter von Hector und Gilda ein Dessert direkt am Meer genossen.
Zurück in Nogales hiess es für uns Koffer packen. Ja richtig wir fliegen in die Ferien!!!!

 

Am Montag brachte uns Arturo zum Flughafen. Mit etwas Verspätung landeten wir gegen 23.00 in Buenos Aires. 7 Tage haben wir gebucht um diese 19 Millionen zählende Einwohnerstadt zu erobern.
Mit Stadtplan in der Hand gings los in pulsierende Leben.
Als der Magen knurrte nahmen wir ein Taxi und fuhren nach Palermo um vietnamesisch zu essen.
Genüsslich schlemmten wir Nem und Suppe. Danach gings zum Japanischen Garten den wir unter die Sohlen nahmen.
Mit dem Taxi gings dann zurück ins Hotel.
Am nächsten Tag schlenderten wir gemütlich durch das Häuserwirrwar. Willy hatte im Internet ein französisches Lokal gesehen namens Petanque. Kreuz und quer und schliesslich erreichten wir das Lokal. Echt französisch eingerichtet mit französischer Speisekarte ein Hit. Wir genossen das frische Brot mit Kruste himmlisch nach ½ Jahr einfach göttlich. Coq au vin und Crème Brulee was für ein kulinarischer Genuss. Beschwingt nach soviel Gourmetfreuden schlenderten wir weiter und erreichten einen kleinen Platz wo ein Pärchen sich dem Tangotanz hingab. Wir setzten uns unter den Bäumen an einen Tisch und bewunderten wie die zwei leichtfüssig über den Teppich schwebten.
Wieder an der Plaza vor der Casa Rosada hielten wir ein Taxi an. Der jugendliche Chauffeur war uns auf Anhieb sympathisch. Maximiliano sein Name. Er sagte er zeige uns noch einen schönen Ort der auf dem Weg zum Hotel lag.
Puerto Madero. Wau man fühlt sich in Hamburg oder Cesenatico. Der Fluss links die modernen Häuser Restaurants und Hotels und rechts die alten roten Backstein-Speicherhäuser. Heute klar innen modern mit Büros ausgestattet doch von aussen sehen sie aus wie diejenigen in Hamburg.
Wir verabredeten uns mit Maximiliano für den nächsten Tag für eine Stadtführung mit ihm.
So fuhren wir anderntags um 15.00 los Richtung Palermo. Wir hielten am Flohmarkt wo Willy sich kaum trennen konnte. Dann gings an den Rio de la Plata und na klar mit Maximiliano auf zum Stadtteil la Boca. Wir bewunderten das Fussballstadion. Maximiliano ist Boca Fan. Danach gings in ein Pizzeria wo wir eine fantastische Pizza (Stil Foccacia) zu uns nahmen. Es wurde Nacht und raus aus la Boca da es abends gefährlich sei sich in diesem Viertel aufzuhalten. Maximilian gab uns seine Handy Nr. für Whatsup falls wir wieder irgendwo hin wollten.
Buenos Aires ich liebe dies wunderbare quirlige Stadt. Ich fühlte mich sofort wie zuhause. Selbst Willy fand ich laufe durch dies Strassen wie wenn es Luzern wäre.

 

Anflug auf Buenos Aires

Japanischer Garten

Japanischer Garten

Japanischer Garten

ehemalige Speicherhäuser

Sonnenuhr

Willy y Tony im Mercado de Pulgas

Maximiliano unser Taxidriver

Restaurant Petanque Buenos Aires

 

 

 

 

 

 

Am Freitag Abend holte uns Rodolfo im Hotel ab. Mit seinem Ford Jahrgang 1953 und 1,5 Mio.Kilometer fuhren wir stolz mit nur 4 Gängen durch Buenos Aires. Rodolfo lernten wir in Las Antiguas kennen und er sagte damals dass wir uns melden sollten wenn wir in Buenos Aires seien.

Carina seine Frau und Julian sein Sohn und der Uhu Lulu erwarteten uns. Es gab das berühmte Asada. Geschichten erzählen in Erinnerung schwelgen so genossen wir einen argentinischen Abend.

 

 

Doch alles hat ein Ende Montag um 8.00 ging der Flug nach Iguazu zu den berühmten Wasserfällen.
Am Mittag waren wir in unserem Hotel das wunderschön inmitten im grünen war. Ja grün schon vom Flieger aus sahen wir Wälder, Seen und Äcker. Was für ein Kontrast nach soviel Trockenheit. Üppiges Grün empfing uns und auch eine hohe Luftfeuchtigkeit und das bei 33 Grad.
Am Abend nahmen Willy und ich den Collectivo ins Zentrum der Stadt um Abendzuessen.
Mit den Einheimischen Fahrgästen angenehm plaudernd erreichten wir das Zentrum von Iguazu. Souvenirläden reihten sich zwischen Supermercados und Kleiderläden. Oh was man da alles findet an tollen Erinnerungsstücken! Gut sind wir mit dem Flieger unterwegs. Toyolindo braucht auch keine Nippes zum aufstellen.
Hungrig nach was hast du Lust? Suchten wir ein Restaurant. Da aus dem Mexicanischen Restaurant tönte Live Musik. Schon sassen wir dort mit Mojito und Caipirinha am Taco und Burrito essen. Der Sänger sang sich die Seele vom Leib und wir sangen mit.
Zwei Damen gesellten sich an unseren Tisch. Freundinnen am Reisen. Eine Argentinierin aus Bariloche und die andere aus Jaen in Südspanien. Es wurde ein vergnügter Abend.
Am nächsten Morgen erwartete uns Carlos der Hotelchauffeur um 7.45. Wir wollten sehr früh bei den Fällen sein bevor der grosse Touristenstrom kommt.
Carlos erklärte uns wie wir am geschicktesten vorgehen um gute Fotos zu machen. Wir befolgten seinen Rat.
Wir liefen los und nach 15 Minuten standen wir vor den Fällen 2 Hermanos. Tränen der Freude liefen über mein Gesicht. Schon als jugendliche träumte ich davon einmal diese Wasserfälle sehen zu können.
Da stand ich nun und konnte mich nicht genug sattsehen. 7 Stunden marschieren Willy und ich durch den Naturpark, vergassen sogar das Mittagessen. Soviel Wasser. Zum Grande Diablo Wasserfall marschierten wir über 7 Brücken hintereinander jedesmal so breit wie die Reussbrücke in Gisikon. Einfach gigantisch.
Mit vollem glücklichen Herzen gings zurück ins Hotel. Die vielen Eindrücke hies es erst einmal verarbeiten. Um 22.00 fielen wir ins Land der Träume.

   

     

        

  

  

 

 

 

 

 

 

 

 

Am nächsten morgen brachte uns Chauffeur wieder zum Flughafen. Doch halt irgendetwas war mit meinem Auge nicht in Ordnung. Rot und brennend und tränend sass ich im Flieger. Maximiliano holte uns vom Flughafen Aeroparque ab und auf zur nächsten Farmacy Augentropfen kaufen. Dann zum Flughafen Ezeiza wo wir den Flieger nach Porto Alegre Brasilien nahmen.
Helena und Marcos unsere brasilianischen Freunde (Willys jüngerer Bruder!!!) nahmen uns herzlich in Empfang. Nach ca. 1 ½ Std. Fahrt kamen wir in Caxias do Sul an. Wir plauderten mit Marcos spanisch und Englisch und mit Helena versuchten wir es mit portugiesisch. Gar nicht einfach.

 


Am Donnerstag Nachmittag fuhren wir zur berühmten Messerfabrik Tramontina wo Willy im siebten Himmel war. Die Männer gingen zusammen die Messer bewundern.


Am Abend fuhren wir in die Stadt zurück um thailändisch zu essen.
Das Restaurant gibt es erst seit 4 Monaten. Ein junger Chef empfing uns sehr herzlich. Wir bestellten und hofften dass das Essen auch authentisch zubereitet wurde. Na ja es ging. Willy fragte ob er die Küche sehen könne. Na klar und jetzt?………
Marcos, Helena und ich plauderten und wunderten uns wieso Willy nicht zurückkam. Wir gingen Richtung Küche und siehe da Willy mit Häubchen, Schürze und Kelle bestückt hantierte am Wok.
Richtig er kochte und wie ganz in seinem Element erklärte er den Köchen wie man ein Thaicurry kocht.
Juhui der Chef der fliessend englisch sprach wollte Willy sogleich engagieren für 2 Monate. Wir fotografierten Willy in Aktion. Währenddessen gesellte sich Marcos zu einem Pärchen dass neben unserem Tisch Platz nahm und unterhielt sich. Ich ging zurück zum Tisch und warteten auf Willy. Gelma und Valter stellten sie sich vor. Sie erzählte dass Sie für mich später ein Lied singen werde. Sie ist Sängerin. Als Willy kam und sich dazusetzte fing sie an zu singen. Begeistert hörten wir ihr zu. Glockenhell war ihre Stimme. Ja ein richtig lustiger Abend.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Meine Augen tränten noch immer und Valter fragte wo ich denn gewesen sei. Wir sagten ihm in Iguazu da meinte er du hast sicher eine Allergie gegen die Pflanze Cha de Gubre (Katzentee). Kann sein ich weiss nicht antwortete ich.
Wir verabschiedeten uns von den beiden. Am nächsten Tag gingen wir mit Marcos und Helena auf Entdeckungsreise. Sie hatten Tickets organisiert. Mit dem Nostalgiezug fuhren wir durch eine wunderschöne Landschaft. Caxias do Sul ist geprägt von italienischen Einwanderern. Während der Fahrt sangen Sängergruppen Folklorelieder aus Italien. Wir konnten während eines kurzen Aufenthaltes auch den Wein degustieren, der in der Gegend gekeltert wird. Am Ende der Zugreise durften wir noch das lebendig gestaltete Geschichtsträchtige Museum besuchen. Eine nette Dame erklärte uns die Geschichte der Italiener die nach Brasilien auswanderten. Marcos war ganz gerührt, auch sein Grossvater kam aus dem Veneto nach Brasilien

 

 


Den Abend verbrachten wir gemütlich zu Hause und schwelgten in Erinnerung und hörten italienische Musik

 


Am Samstag gings dann zur deutschen Kolonie wo wir im Restaurant Lindenhof in Nueva Petropolis das Mittagessen einnahmen. Sehr auf Touristen spezialisiert war es ein hübsches Dorf mit Geranien an den Balkonen und Fachwerkhäuser. Deutsche Strassennamen wenn da nicht brasilianische Werbeplakate an der Strasse hingen glaubte man in Deutschland zu sein. Anschliessend fuhren wir zum Automuseum wo Willy mit Marcos über Oldtimer fachsimpelte.
Ja schnell verging die Zeit und am Sonntag gings zurück Richtung Porto Alegre. Willy und ich übernachteten dort da unser Flieger schon um 8.00 morgens Richtung Buenos Aires ging.
Oh herzliche Verabschiedung und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen. Auf Reisen zu sein heisst auch immer wieder loslassen und sich auf neues einlassen.

In Buenos Aires nahm uns Maximilian der Taxichauffeur in Empfang und wir gingen gemeinsam Mittagessen und spazieren. Er brachte uns am Nachmittag zurück zum Flughafen wo wir um 18.30 den Flieger nach Santiago de Chile nahmen.
Arturo holte uns am Flughafen ab und Gilda erwartete uns .
Es ist wirklich unglaublich wieviele liebe Leute wir kennengelernt haben die uns mit offenem Herzen in Empfang nahmen. Wir fühlen uns sehr wohl und egal wo immer willkommen.
So meine Lieben hier endet Argentinien – Chile Teil 3.
Der nächste Bericht kommt dann von Bolivien oder Peru.
Geniesst den Frühling hier kommt der Herbst.