Am Sonntag 18. November 2018 machten wir uns auf den Weg von Fray Bentos zur Puente Internacional (Internationale Brücke) Grenze zwischen Uruguay und Argentinien.
Um 10.00 erreichten wir den Zoll.
Papierdokument abgeben. Pässe ausstempeln. Weiter ca. 10 Meter. Der argentinische Zöllner begrüsst uns. Bitte fahrt links ran und parkiert.
Er kommt mit und führt mich (Isabelle) ins Zollgebäude. Pässe werden gestempelt und das Papier fürs Auto ausgefüllt.
Der Mate Tee trinkende gemütliche Zöllner hinter dem Bildschirm hatte es nicht eilig. Lief doch im Fernsehen noch das Motorradrennen aus Valencia.
Mit dem System Adler tippte er die Daten des Fahrzeugausweises ab. Dann fragte er wo Willy sei. Er sei der Besitzer des Autos und müsse unterschreiben.
Ich holte Willy und gemeinsam kontrollierten wir das Papier. Klar hatte es Tippfehler. Die Chassis Nummer stimmte nicht mit dem Ausweis überein.Er meinte das sei kein Problem er stemple dies dann ginge es schon. Nach heftigem Insistieren von Willy schrieb der Zöllner es nochmals neu. In den Foren schreiben sie dass es wichtig sei dass alle Zahlen und Daten übereinstimmen. Nach ca. 30 Minuten verliessen wir glücklich den Zoll mit allen notwendigen Papieren versehen.

90 Tag Aufenthalt im Land der Gauchos für uns und 8 Monate fürs Auto. Reicht das wohl?

Nach ca. 50 Meter nächster Halt. Brückenzollgebühr von Urugay Pesos 270 ca. CHF 8.30. Dann gings los über den Rio Uruguay. Diese Brücke war einmal 6 Jahre gesperrt von der Seite Argentiniens wegen einem Streit. Das heisst man musste ca. 180 km nordwärts zur nächsten Brücke fahren, oder die Fähre von Colonia de Sacramento nehmen.
Wir waren froh dass wir ohne Probleme rüber kamen.
Los gings Richtung berüchtigter Ruta 14. Nördlich hat sie den Ruf, dass man ständig von der Polizei kontrolliert oder gebüsst werde. Der Grund ist, die Polizei verdient sehr wenig und so wollen sie ihr Monatsgehalt aufbessern. Mit allen möglichen Ideen, wie: ” du hast kein Licht, du fährst zu schnell oder was weiss ich”.

 

Landstrasse nach der Grenze

Hier im Süden passierte nichts. Ruhig fuhren wir weiter südwärts und machten Kilometer um Kilometer. Am Mittag machten wir einen Stopp um uns zu verpflegen.

Asado na ja Schuhsohle einfach mit Salat. (Der stolze Assadero läuft bei Willy unter der Type,denn sie wissen nicht was sie tun) Tolles Fleisch haben aber nicht wissen wie zubereiten. Willy ist wieder mal stinkesauer.
Weiter geht’s Richtung Zarate. Nach ca. 200 km mit über 30 grad heissem Wetter erreichten wir die Stadt und entschieden uns zu bleiben. In der Bar George fragten wir nach ob sie ein gutes Hotel wüssten. George war in Ferien aber ein väterlicher Freund von George, Carlos half uns. Im Hotel Zarate Palace gabs noch freie Zimmer mit bewachtem Parkplatz. (Zarate hat keinen Camping)
Nachdem wir uns erfrischt hatten liefen wir etwas durch die Fussgängerzone und tranken noch ein Bier bei George mit Carlos.
Am Abend liessen wir es uns beim besten italienischen Restaurant Arrighi gutgehen. Frische Casarecce mit fantastischer Sauce (nicht süss) und eine Flasche fantastischen argentinischer Cabernet rundeten den Tag ab.

 

             

Happy Willy                                                                                                   Casarecce

Am nächsten Morgen fuhren wir los um im Carrefour unseren Kühlschrank mit frischen Lebensmitteln zu füllen.
Es war Feiertag Dia del Patria alles war relativ ruhig. Nach einem kleinen Mittagessen fuhren wir gegen 15.30 los Richtung weiter gen Süden.
Lago Lobos, Campingplatz das Ziel.

Anstrengend die Fahrt vor Buenos Aires, mehrspurige löchrige Autobahn, verrückt fahrende Motorradfahrer, gehupe von Autos die alle schnell heim wollten und ich mittendrin. HALLELUJAH.
Schlagloch da Achtung ausweichen eine zirkusreife Autofahrt. Endlich konnten wir abzweigen zur Nationalstrasse die uns Richtung Lobos führt. Nach gefühlter Ewigkeit erreichten wir um 18.00 den Campingplatz.

 

 


Wir fragten den Restaurantbesitzer ob er am Abend offen habe. Ja ja war die Antwort. Wir installierten uns und wollten dann um 20.00 essen gehen.
Aber Hallo das Restaurant war geschlossen. Es waren ja nur eine Handvoll Campinggäste da. Wieso dann noch arbeiten.
So assen wir ein Stück Brot mit einer Schweizer Salsiccia und gingen früh schlafen da uns die Moskitos fast auffrassen.
Am nächsten morgen machten wir uns um 8.00 auf den Weg. An einer Tankstelle gegen 10.00 rasteten wir und bestellten Kaffee und zwei Sandwich mit Schinken und Käse.
Jeder von uns bekam ca. 400 gr. Brot mit Rohschinken, Tomaten, und Käse belegt.

Super fein.

Unglaublicher Portionen. Wir assen je die Hälfte und die andere nahmen wir mit.

Apropos tanken: ca. alle 100 – 150 km gibt es Tankstellen auf der Landstrasse und in den Städten hat es öfters mehrere. Wir füllen jedes Mal auf wenn die Tankanzeige 1/2 voll anzeigt. Total können wir total 150 Liter inkl. Zusatztank  Infinia Diesel mit weniger Schwefelgehalt bunkern. Das reicht bei bei unsere Cruiser Reise Geschwindigkeit von 80kmh bis 100kmh auf Asphalt ca. 1100km weit. Der stetige Patagonische Wind muss zum verbrauch immer eingerechnet werden.

Weiter Richtung Atlantisches Meer.

In Necochea fuhren wir auf den Camping Miguel Lillo der direkt am Meer lag.
Wir stellten das Auto ab und liefen runter an den Strand. Herrlich diese Wellen es hatte sogar Leute im Wasser. Bei den Rettungsschwimmer erkundeten wir uns über die Wassertemperatur.
Uiii 14 Grad. Nicht gerade dies was man sich unter angenehmer Badewasser Temperatur vorstellt.
Ja anschauen ist auch schön man muss ja nicht unbedingt rein. Ausser Willy der bis zu den Knien reinging um die Mückenstiche abzukühlen.

 

        

Willy am Meer

typische Wandgraphitis

 

Wir liefen am Strand entlang Richtung Stadtzentrum. Ein kühles Bier in einem Strandrestaurant liess in uns Ferienstimmung aufkommen.
Am Abend liessen wir uns im Spanischen Restaurant mit einem leckeren Abendessen verwöhnen.
Im Taxi gings dann zurück zum Camping.

Am nächsten Tag fuhren wir los Richtung Bahia Blanca. Bei Tres Arroyos hielten wir an um an der Tankstelle etwas zu trinken und die zweite Hälfte des Sandwiches zu geniessen.
(übrigens Tankstellenshops und Cafes sind gut eingerichtet, haben Wifi und meistens sehr saubere Toilettenanlagen).

Am Nachmittag erreichten wir dann Bahia Blanca ein Grossstadt mit 350000 Einwohnern. Wieder einmal fahren wir kreuz und quer bei 34 Grad durch eine Stadt.
Wir suchen ein Hotel mit Parkplatz. Es gibt Camping nur ausserhalb der Stadt und Willy möchte verschiedene Sachen einkaufen. So fahren wir Richtung Strand (in unserer Vorstellung à la Italia) die Hotels liegen am Meer.
Denkste, nein Dreck, Hafen, kleine Hütten, von wegen toller Spazierpromenade und Restaurants, Gelateria etc.
Weiter fahren wir und an einer Tankstelle halten wir an. Wir suchen im Internet und werden fündig.
4,5 km zurück in die Stadt und im Hotel Austral bekommen wir ein Zimmer mit Klimaanlage. Parkplatz auf der Strasse, denn das Garagentor ist nur 2.10 m hoch und wir sind 2.90.
Auto gesichert mit Steuerradkralle, Kettenschloss, alle Fenster verdunkelt und Doppeltürsicherung so sollte wohl nichts passieren.
Unser Auto zieht die Leute magisch an. Überall wo wir halten werden wir gefragt woher wir seien und wohin wir wollen. Die Leute steigen sogar extra aus ihren Fahrzeugen aus und fragen ob sie das Auto fotografieren dürfen. Muy Lindo
Das Auto sei ein Sueño und muy Lindo und Hermoso es wird von allen Seiten fotografiert.

Am Abend entschieden wir uns für asiatisches Essen. Willy fand ein Lokal in der Nähe.
Leider war es eine Katastrophe. Rindfleisch Teriyaki mit viel Zucker!!!!!! Es war alles süss. Willy schrieb seine Bewertung mit folgenden Worten:

Sorry das hat nichts mit Japanischer Küche zu tun. Das harte Teriyaki Beef war so dunkel uns süss, dass es fast schon als Dessert gegolten hätte, wäre es nicht so zäh gewesen. Das ist das Resultat fehlender Japanischer Kochausbildung. Schauen Sie in You Tube wie es richtig gemacht werden müsste riet er dem kochenden Girl. Wo bleibt die Authentizität und die Verantwortung als Gastronom?

Leicht hungrig verliessen wir das Lokal und gingen dann enttäuscht schlafen.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf einen Laden zu suchen der Fischereiartikel verkauft.
Willy will nun fischen gehen und dazu brauchts die richtige Angelausrüstung.
In einem Fachgeschäft lassen wir uns von ganz freundlichen Herren beraten.
Klar jeder der ins Geschäft kam hatte noch eine Idee was es zum fischen braucht.
Willy war hin- und hergerissen ob der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft dieser Herren.

 

            

Ich liess ihn einen Moment alleine um im Elektrogeschäft einen argentinischen Stromstecker und Kabel zu kaufen. Die Campingplätze haben alle andere Stecker als die, die bei uns in Europa gebraucht werden.
Willy hat in der Zwischenzeit eine Rute und passende Haken etc. gekauft und strahlte. Ein neues Hobby im Anmarsch. Ich werde wohl in Zukunft noch viel Fisch essen dürfen!!

Nach einer Viertelstunde bin ich mit 20 m Kabel und passenden Stecker wieder bei Willy. Die gekauften Einzelteile wurden vom Senior Chef gleich fachmännisch  montiert und getestet.

Flavio ein Kunde im Geschäft lud uns spontan zu sich nach Hause ein zum Mittagessen. Er mache für uns ein Asado.
Er sprach sehr gut englisch, sein Beruf ist Schiffspilot. Das sind die Bootsführer oder Lotsen welche die grossen Frachter zusammen mit den Kapitänen in und an den Hafen begleiten.
Willy verstand sich auf Anhieb sehr gut mit ihm. So durften wir die argentinische Gastfreundschaft geniessen. Wir verbrachten einen gemütlichen Mittag mit einem wunderbaren Asado.

 

       

Flavio                                               Flavia                                           Asado

 

Am späteren Nachmittag verabschiedeten wir uns. Wir fuhren bis Pedro Luro in ein Hostal wo wir übernachteten. Der Wirt verwöhnte uns am Abend mit Hausmannskost, Rindfleischsteak mit Ofenkartoffeln und Salat. Dazu ein Gläschen Malbec.

Am nächsten Tag gings weiter via Viedma nach Las Grutas.
Ein kleiner Ort am Meer wo wir 2 Nächte im Hotel Riviera verbrachten. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass wir nicht pressieren müssen. Wir haben ja Zeit. Ein Ehepaar aus Venedig unterwegs mit eine Range Rover war auch da. Wir unterhielten uns über die verschiedenen Plätze und sie erzählten dass sie noch 1 Woche Zeit hätten und dann zurück nach Buenos Aires müssen. Das Auto gehöre einem Freund in Buenos Aires und von da hätten sie den Flug zurück nach Italien.
Einig waren wir uns sofort was das Essen anging. Italiens Küche bleibt top Favorit.

In der zweiten Nacht läutete das Telefon um 02.30 ich wachte auf und dachte was ist denn jetzt los? Es klopfte an der Zimmertür und ein aufgeregter Nachtwächter sagte er wisse nicht ob etwas an unserem Auto fehle. Junge Leute seien lärmend vorbeigegangen und er hätte dann einen Kontrollgang gemacht. Wie sollen doch kommen.

Er dachte es fehle ein Sandblech auf der Beifahrerseite. Auf der Fahrerseite sei doch auch ein Sandblech montiert.

Wir klärten den sehr gewissenhaften Nachtwächter auf dass da nie ein Sandblech montiert war. Also alles war in Ordnung.

Wir dankten für seine Aufmerksamkeit und gingen wieder schlafen.
Wir genossen ein sonniges und windiges Wochenende.
Patagonien ist das Land des Windes. Es kann schon etwas nerven dieser Wind.

Da wussten wir noch gar nicht was Wind in Patagonien ist.

Nach unseren 2 Ruhetagen gings weiter südlich Richtung Peninsula Valdes. Dort sollen um diese Jahreszeit Orcas und Wale mit ihren Jungtieren sein.
Wir mussten je 520 Argentinische Pesos Eintritt bezahlen da die Insel ein Naturreservat ist und geschützt. UNESCO Kulturerbe.

 

        

 

Schon bald begegneten uns die ersten Guanacos. Ein Gürteltier querte die Strasse. Vorsichtig fahren wir nach Puerto Piramides. Am Strand gabs einen Stellplatz für Wohnmobile. Es waren schon 3 Deutsche Allradler und ein Thurgauer dort. Wir gesellten uns dazu.
Es war sonnig und warm, kein Wind und so öffneten wir unser Hubdach.

 

   
Später am Abend spazierten wir dem Strand entlang und assen in einem kleinen Lokal wunderbare Scampis al Ajillo.
Ein toller Sternenhimmel leuchtete durch unsere Jachtluke auf unsere Köpfe. Sanft träumten wir uns mit den Wellen in den Schlaf.
Am nächsten Morgen kochte mir Willy eine Japanische Nudelsuppe zum Frühstück.

      

 

Danach gings mit einem Ausflugsboot aufs Meer hinaus. Wir sahen Wale und Walbabies, kleine Delfine die Luftsprünge wie Zirkusartisten machten. Ganz still war es auf dem Boot wenn wir in die nähe der Wale kamen.  Alle waren begeistert und am fotografieren.

 

  

   

      

 

Nach 1 ½ Std. gings zurück an den Seelöwen vorbei an den Hafen.
Am Mittag entschlossen wir uns noch die Rundreise auf der Halbinsel zu fahren.
Das heisst 240 km nur die staubige Sand-Schotterstrasse. Mit 80 kmh weils dann  weniger “hoppert”statt den angegebenen 60 km rasten wir über die Piste, vorbei ein Schafherden, und einigen Guanacos.

In La Caleta assen wir mit vielen Touris Mittagessen. Richtung Strand liefen wir dann um Seeelefanten und kleine Pinguine zu beobachten.
Weiter gings über die Sandpiste nach Punta Norte. Dort wollten wir übernachten, es war aber nicht gestattet. So mussten wir wieder 80km zurück nach Puerto Piramides.
Keiner von uns dachte, dass Sand seinen Weg durch alle Ritzen findet.

 

        


Zurück in Puerto Piramides dann die Bescherung. Im Inneren des Autos war es ziemlich staubig und ich machte mich ans putzen. Scheisse! (Arno sei Dank)
Danach gab es eine Päcklisuppe mit frischen Zucchetti. Unser Hubdach mussten wir für diese Nacht geschlossen lassen, es windete so kräftig und es wurde auch sehr frisch.

Am nächsten Morgen gings weiter Richtung Puerto Madryn. Willy möchte noch unbedingt eine Fliegenfischerangel kaufen.
Angekommen klapperten wir verschiedene Geschäfte ab die Fischereiartikel verkauften.
Leider nichts gefunden, da diese Region nicht für Fliegenfischen sei. Wir sollten es in Trelew versuchen.

Wir quartierten uns im Hostal del Rey ein für 1335.—Pesos inklusive Frühstück. (CHF 38.–). Der karge Camping liegt ausserhalb der Stadt und verlangt 800.—Pesos. Die kleine Differenz war es uns wert in der Stadt zu bleiben. Ich brachte noch die Schmutzwäsche in die Lavanderia gleich neben dem Hostal und 1 Maschine waschen und trocknen kostete 220 Pesos (CHF 5.80) . Nach 2 Stunden konnte ich die saubere Wäsche wieder abholen.
Am Abend gingen wir in eine tolle Parilla und assen wunderbares Rindsteak mit Ofenkartoffeln und Salat, Willy bekam Gnochi mit Fleischsauce. 1 Flasche Cabernet Sauvignon und 1 Wasser dann noch das typisch argentinische Dessert Flan rundete den Abend ab. Alles zusammen für 910 Pesos d.h. (CHF 23.50)
Alles einzukaufen und selbst zu kochen kommt fast teurer als auswärts zu gehen.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Trelew wo Willy die lang ersehnte Fliegenfischerangel kaufte. 3 Std. Beratung und ein glücklicher Willy verliess das Geschäft.

Ja jetzt muss nur noch gelernt werden wie man mit der Fliegenfischerangel umgeht. Wir werden sehen.
Anschliessend fuhren wir nach Camarones wo wir Pinguin Kolonien beobachteten.

                         
Nachdem wir mit die Pinguin Kolonie besucht hatten fuhren wir nach Comodoro Rivadavia.
Ein heftiges Gewitter und Überschwemmungen hatte die Stadt heimgesucht und auch den naheliegenden Campingplatz verwüstet.
So entschieden wir ein Hotel zu suchen aber erst wollte Willy noch in einem Outdoor Laden vorbei. Fischereiartikel und Bekleidung waren gefragt.
Ein sehr netter junger Mann bediente uns. Willy kaufte eine Fischerlizenz für die Saison und Gonzalo offerierte eine Stunde trockenfischen. Er empfahl uns das Hotel Atlantico mit gedeckter Garage fürs Auto.

          

 

Super also los. Das Hotel hatte noch freie Zimmer und so konnten wir uns installieren und etwas Wäsche waschen.
Am nächsten Tag holte uns Gonzalo um 14.00 ab und wir übten Trockenfischen.
Ist gar nicht so leicht diese Handhabung der Rute und das Auswerfen der Leine die kein Gewicht ausser der gewählten Fliege und haken als Köder am ende der Leine hat.
In den You Tube Videos sieht alles sehr locker aus.
Nach ca. 1 ½ Std. üben fühlten wir uns etwas sicherer in der Handhabung. Nun fehlt nur die Praxis am Fluss.

      
Am nächsten Morgen fuhren wir weiter Südwärts nach Puerto San Julian.

Dort trafen wir Heidi und Willy mit einem Toyota Landcruiser 78 und noch ein Ehepaar aus Basel mit einem Steyr Lastwagen Wohnmobil. Wir plauderten und Sie sagten, dass Sie auch nach Ushuaia wollten. Das Wetter sei aber noch zu kühl um darunter zu fahren. Sie gingen zuerst nach El Calafate um den berühmten Perito Moreno Gletscher anzuschauen.

Die 4 sind jetzt das 2te Mal in Südamerika. Über den Sommer sind sie in der Schweiz und im Winter besuchen Sie Südamerika. Sie gaben uns einen Tipp wo wir wunderbar unser Auto einstellen können in Uruguay gegebenenfalls wir auch einen Reiseunterbruch machen würden. Super wir dankten für die Infos.
Willy und ich überlegten am Abend und entschieden ebenfalls nach El Calafate zu reisen. So düsten wir am nächsten morgen los Richtung El Calafate. Klar hatte ich die Landkarte studiert 420 km seien es bis dort. Ich zeigte Willy auf der Karte, dass es eine tolle nicht asphaltierte Route gibt. Logisch und los. 140 km Pistenstaub ca. 3 Std. Fahrzeit. So braucht man für die ganze Strecke ca. 6 Stunden.
Am frühen Abend erreichten wir El Calafate das Städtchen gefiel uns sofort.

Klar war dass Willy sofort fragte wo hier Casa de Pesca sei. Hier Calle Liberador ist Calafate Fishing.

Im Laden empfing uns ein lächelnder Verkäufer. Willy fragte ob es einen Kurs gäbe um Fliegenfischen zu lernen. Ja er gäbe den Kurs. So buchten wir bei Federico. Mittwoch morgens  um 8.00 okay!

Fröhlich verliessen wir den Laden und fuhren durchs Städtchen.

Es lebt hat viele Restaurants, schicke Hotel und einfache Hostal. Campingplätze hmm na ja lassen zu wünschen übrig. Bessere Parkplätze mit vielen Grillstellen, Kinderspielplatz und Sanitarios (lassen wir es bleiben). Die Preise können sich sehen lassen. 300 das Auto und 200 pro Person. Das sind 700 arg. Pesos. Wir entschieden uns fürs Hostal 1200 Pesos mit Parkplatz. Ein kleiner Zeltplatz gehört dazu. Gemeinschaftsküche und ganz tolle Leute waren schon da.

Am Mittwoch um 8.00 kam Federico uns abholen. Wir fuhren an einen kleinen Fluss in der Nähe des Lago Roca. Willy musste zuerst einige Trockenübungen absolvieren. Nachher bekamen wir wasserfeste Kleidung und Schuhe. Ich war mit der Kamera und dem Handy schon ganz fleissig am fotografieren.

Federico erklärte Willy geduldig die Handhabung der Fliegenfischerangel. Danach gings zum Fluss um zu üben. Üben üben üben und wup siehe da Willy hat eine tolle Forelle an der Angel. Er strahlte und konnte es kaum glauben. So viel Anfängerglück. Federico holte den Fisch mit dem Netz raus. Ich machte Fotos und dann liessen wir ihn wieder ins Wasser. Ja Willy war ganz nervös. Beisst wieder einer an?

Federico erklärte ihm der Fisch ist nicht wichtig. Wichtig ist die richtige Handhabung  der Angel.

Wir liefen weiter Flussaufwärts durchquerten diesen und auf der anderen Seite wurde wieder geangelt.

Schon wieder ein Fisch am Haken. Fotos schiessen und Fischlein frei lassen. Willy hatte ein glückliches Fischerhändli. Insgesamt 6 Fische waren an diesem Morgen an Haken,

Fischen mit Federico und Willy der Super fleissige Fischerlehrling / Isabelle Fotografielehrling

 

Müde und glücklich gingen wir nach diesem erfolgreichen Fischermorgen uns im Hostal ausruhen. In unserem Hostal war ein Ehepaar aus den USA die mit dem Fahrrad seit 2 ½ Jahren unterwegs sind. Jenny und Curtis.

Schaut doch in Ihren sehr schönen Blog

www.cjbiketours.com

Unsere Amerikanischen Bekannte die mit dem Fahrrad von Alaska nach Ushuaia radeln.

 

      

 

Es geht noch verrückter, Adrian 36 Jahre alt aus Singapur ist mit dem Skateboard unterwegs von Vancouver to Ushuaia schaut unbedingt unter www.worldonboard.wordpress.com

        

 

Am Abend kam Adrian aus Singapur zu den beiden zum Abendessen.

Wir boten ihm an, dass er mit uns am nächsten Tag den Perito Moreno Gletscher besuchen kann. Happy nahm er dieses an. So fuhren wir am nächsten morgen bei etwas bewölkten Himmel um 6.00 los um ganz früh im Park zu sein. Wir wollten dort sein bevor die Masse kommt.
So standen wir schon um 7.15 vor dem Eingang. Der Wächter sagte uns, dass der Park erst um 8.00 öffne. Okay warten oder noch schnell zum See runter? Klar entschieden wir uns noch den See anzuschauen. Um 7.50 standen wir dann wieder vor dem Eingang. Oh je schon 2 Busse und einige Motorradfahrer waren auch schon da.
Wir bezahlten den Eintritt 700 arg. Pesos pro Person.

Danach geht’s noch 28 km bis zum Parkplatz wo man den Gletscher sehen kann.
Willy packte seine ganze Fotoausrüstung ein um tolle Fotos zu schiessen. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Ab und zu tröpfelte es, dann schien wieder die Sonne.
Metallstege führten uns Richtung Gletscher. Eine Gruppe Chinesen stresste an uns vorbei. Klar die hatten nur 40 Minuten Zeit. Wir jedoch so lange wir wollten. Gemütlich liefen wir zu den verschiedenen Aussichtsplattformen und bewunderten diesen einmaligen Gletscher. Mit viel Getöse fallen an der Front riesige Eismassen in den See. Es ist der einzige Gletscher der wächst.
Nach ca. 3 Stunden verliessen wir den Gletscher und fuhren beeindruckt von soviel Naturschönheit zurück nach El Calafate.

Perito Moreno Gletscher

        

 

      

 

   

 

auf bald bis zum nächsten Teil Argentinien II

Frohe Festtage

Isabelle und Willy

unsere gefahrene Strecke in Argentinien